15. März 2009

Italienischer Maskenball

Eine italienische Freundin von mir hat mich zu einem italienischen Karneval-Maskenball eingeladen. Es fand in einem lateinischen Club in Shinjuku-Kabukicho statt und ich bin mit meinem Kollegen dorthin gegangen. Er spricht kein Italienisch aber interessiert sich jetzt für Italien, weil er später mit seiner Freundin (vielleicht auf ihrer Hochzeitreise) das Land (bzw. Frankreich) besuchen will.

Meine italienische Freundin, Annarita stammt aus Florenz. Als ich in Florenz gelebt habe, haben wir uns kennengelernt. Danach ist sie nach Tokio umgezogen, um als Italienischlehrerin zu arbeiten. Und noch jetzt arbeitet sie in einer italienischen Sprachschule in Tokio.

Da auf dem Flugblatt, das sie mir gegeben hat, stand, "Kommt bitte in Masken", haben wir vorher in Okadaya (dort werden z.B. Stoff, Nähzeug, Kosmetika, Accessoires, Deko- und Brautartikel verkauft) jeweils eine Karneval-Maske gekauft. Wir waren sehr gespannt, wie die anderen sich maskiert haben.

Wir sind eigentlich eine Viertelstunde zu spät angekommen, aber das Fest hat noch nicht begonnen. Sogar sah es gar nicht so aus, dass es bald anfing. Es gab erst nur ca. 10 Gäste und die Bühne, Musik, Getränke und Essen waren noch nicht vorbereitet. Annarita kam zu mir, um mich zu grüßen, aber sie musste sofort in die Küche gehen, um das Essen vorzubereiten.

Endlich hat das Fest etwa zwei Stunden zu spät angefangen, nachdem viele Gäste gekommen sind. Ich habe mich daran erinnert, dass die Party mit meinen Freunden in Florenz immer später begonnen hat. Die Verspätung sollte ich vorher rechnen. Auf jeden Fall war es lustig, dass jeder eine Maske getragen hat und manche Gäste sich kostümiert haben. Es wurde auch Flamenco getanzt und ich war bezaubert.


Nach der Party sind ich und mein Kollege in Shinjuku-Ni-chome trinken gegangen. Das Viertel ist eigentlich Amüsierviertel für Schwule. Mein Kollege hat mich in eine Bar mitgebracht, in der er (nicht schwul) manchmal trinkt. Die Bar war ganz kein und dort arbeitete nur ein weiblicher Mann, der "Ken-Neesan (Fräulein Ken)" heißt. Er (oder sie?) war so unterhaltsam und nett. Leider konnten wir dort nicht so lange bleiben wegen der knappen Zeit. Mein Kollege hat die letzten Zug genommen und ich wurde von meinem Mann abgeholt und wir sind mit dem Auto nach Hause gefahren.

Kommentare:

Elisa hat gesagt…

HEy Sayaka! Wie geht es dir? Ich habe schon viel zu lange nicht mehr in dein Blog geschaut!
Du hast wieder über viele tolle Sachen geschrieben.
DAss die italienische Feier 2 STunden später angefangen hast, ist wirklich typisch italienisch :o) Da ticken die Uhren einfach anders!

Ich hoffe dir geht es gut!

Liebe Grüße, ELisa

sayaka hat gesagt…

Danke Elisa, mir geht's gut! Ich hoffe auch dir geht alles gut!

Ja, typisch italienisch! Meine beste Freundin in Florenz war immer pünktlich, aber sie sagte selber, sie war absolut eine Ausnahme. Wir kamen immer zuerst zum Treffpunkt und warteten (manchmal stundenlang) auf die anderen Freunde.

Liebe Grüße
Deine Sayaka