31. Dezember 2008

Martina und ihre Freunde in Japan

Martina, die hier oft Kommentare schreibt (danke, Martina!), ist gerade in Tokio! Gestern haben wir uns endlich zum ersten Mal getroffen. Ich habe mich total gefreut! Sie ist so nett, dass man es schon von ihren Kommentaren wissen kann, und ihre Freunde auch!

Wir waren hauptsächlich auf der Takeshita-Straße, eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Tokios. Dorthin kommen immer viele Schüler meistens zwischen ungefähr 12-17 Jahre alt, um super günstige Klamotten zu kaufen. Gestern waren auch sehr...zu viele junge Leute auf der engen Straße.

Während des Shoppens mit ihnen habe ich gemerkt, es gibt viele Dinge, die für Japaner gar nicht so besonders sind aber für Deutsche (oder alle Ausländer) auffällig oder merkwürdig sind.

Zum Beispiel Deko-Handy. Viele junge japanische Mädchen schmücken mit Strasssteinen oder Siegeln ihr Handy. Strasssteine und Siegel für Deko kann man in vielen Läden (auch auf der Takeshita-Straße) finden. Ja, sicher, ich habe auch niemals in Deutschland ein solches Handy gesehen, aber nicht gemerkt, dass es typisch japanisch ist.

Wenn man möchte, kann man sein Handy bei Nail-Salon schmücken lassen. Schon gestern habe ich eine von Martinas Freunden Natalie zu einem Nail-Salon begleitet. Sie interessiert sich für Nail-Art und hat sich eine schöne japanische Nail-Art (aber nicht für ihr Handy) gewünscht. Ich kann auch selbst einfache Nail-Art machen (wahrscheinlich das können viele japanische Mädchen), aber so feine 3D-Nail-Art wie die Nailistin auf Natalies Nägel mit Pinsel gemalt hat, schaffe ich natürlich nicht. Sie hat gelbe Blumen und eine Kirsche auf der Gradation von pink und weißen Glitze bekommen und war total zufrieden. Das Foto ist ein Beispiel von diesem Salon. Ich habe vergessen, Natalies Nägel zu fotografieren, aber sie waren so schön wie das Foto.



Unsere Gruppe hat auch in einem großen 100 Yen Shop eingekauft, Modegeschäfte geschaut (Lolita-Laden auch), Crepé gegessen, Purikura-Fotos gemacht. Als Folge viele Einkaufstüten! Ich habe mich gefreut, dass sie das Shoppen gut genossen haben.


PS. Wir haben eine unglaublich lange Schlange vor H&M gesehen. So komisch sind Japaner...

29. Dezember 2008

Shoppen mit Familie

Der Winterschlussverkauf ist normalerweise ab Neujahr. Aber dieses Jahr hat's schon bei vielen Geschäften begonnen. Man sagt, es ist wegen der weltweiten Finanzkrise. Viele Läden haben vielleicht zu viel auf Lager oder sie haben bisher keinen genugen Umsatz erreicht. Ich habe in Shinjuku gesehen, dass die Waren noch nicht so stark reduziert worden sind, aber einige schon um 30% reduziert. Hmm, vielleicht schon Anfang Januar um 50%?

In Shinjuku habe ich mich mit meiner Mutter, Schwester und ihren Söhnen getroffen. Der kleinere Neffe trug ein Kostüm vom Rind. Wie ich in der letzten Post geschrieben habe, ist das Jahr 2009 das Jahr des Ochsen. Aber man trägt normalerweise kein solches Kleid von Tieren des Jahres. Es war ein lustiges Geschenk von unserer Cousine.

Wir sind ins Takashimaya-Kaufhaus gegangen, um Süßigkeiten zu kaufen. Ich habe beim traditionsreichen Geschäft aus Kyoto "Tsuruya-Yoshinobu" diese japanischen Süßigkeiten von Kamelien (der Jahreszeit entsprechend) gekauft. Ich denke, sie sehen sicherlich nicht für alle Europäer lecker aus. Die rechte Süßigkeit "Hime-Tsubaki (Prinzessin-Kamelie)" sieht für uns Japaner sehr lecker aus, aber die linke Süßigkeit "Kan-Tsubaki (Winter-Kamelie)" ist eher "schön zu sehen". Die beiden sind aus Mochi (Klebreis) und Anko (süßes Bohnenmus) gemacht. Ich habe sie zu Hause gegessen. Die Prinzessin-Kamelie hat wunderbar geschmeckt und die rote Kamelie auch, wie man von einem traditionsreichen Geschäft erwarten kann. Das Geschäft hat auch Plätze zum Essen und wenn man Lust hat, kann man dort auch guten grünen Tee trinken.

Aber wir haben stattdessen bei Starbucks Kaffee getrunken. Es gibt überall Starbucks. In ganz Japan gibt es über 770! (in Shinjuku-ku solo über 20!) Mit so vielen Läden kann Starbucks wirklich die Wirtschaftskrise überwinden?

Auf dem Spielplatz bei GAP Shinjuku. Während meine Schwester die Waren gekauft hat, hat mein Neffe sich schnell mit einem fremden Kind angefreundt. Sicherlich kann er auch in Deutschland neue Freunde finden, auch wenn er keine Deutschkentnisse hat.

27. Dezember 2008

Doku-Serie "Auf und Davon" bei VOX

Die Folge von einer Freundin von mir (teilweise war ich auch dabei) wurde schon am 26.12. gesendet, ohne ich über den Sendetermin informiert worden bin! Wie schade, dass ich es euch nicht rechtzeitig mitteilen konnte!
Das habe ich erst gewusst, weil mir ein Zuschauer per SNS geschrieben hat, dass er mich im Fernsehen gesehen hat.

Ich hoffe, dass mir die TV-Produktion eine DVD schicken wird.

Also, ich habe schon mit dem Neujahrsgrußkarte Schreiben und Einwerfen fast fertig. Eigentlich schicke ich sie nur meinen ehemaligen Lehrern und einigen Bekannten und Verwandten. An anderen schicke ich nur per Email oder Ecards. So wird die Zahl meiner Neujahrsgrußkarten immer weniger. Wahrscheinlich nicht nur bei mir, sondern auch in ganz Japan. Zu Neujahr 2000 wurden 2,7 Milliarden Karten in ganz Japan geliefert, aber 2008 ca. zwei Milliarden. Und immer mehr Leute benutzen Ecard-Service.

Sie sind die Karte vom Jahr 2008. Da 2008 das Jahr der Maus ist, werden Mäuse auf den meisten Karten gezeichnet. In fünf Tagen bekommen wir Karten von Ochsen.

25. Dezember 2008

Weihnachten in Japan

Ich denke, Ihr habt ein frohes Weihnachtsfest!

Komischerweise feiern Japaner auch Weihnachten, obwohl es in Japan nicht so viel Christen gibt. (Und man haltet den Heiligabend für am wichtigsten.)
Seit langem hat man auch hier Weihnachtsbäume. Man isst Erdbeertorte und Kinder bekommen Geschenke von Sankt Nikolaus. Und viele wünschen sich, am Heiligabend Hühnerfleisch zu essen. Es gibt immer am 24.12. lange Schlange vor allen Kentucky Fried Chicken Läden! Ich kann nicht verstehen, dass man für einen Fried-Chicken-Eimer so lange warten kann. Verrückt!

Komische Szenen zu Weihnachten kann man überall in Japan beobachten.
Ich zähle einige Beispiele aus TV-Sendungen auf;
In Hamamatsu werden Weihnachten sogar in einem buddhistischen Tempel gefeiert. Der Eirin-Tempel wird weihnachtlich dekoriert und der Priester trägt ein Kostüm vom Weihnachtsman. Das ist einen typisch japanischen Mischmasch.

In Karatsu schmückt man den großen Weihnachtsbaum der Stadt mit getrocknetem Tintenfisch und Fisch, die die Spezialitäten der Region sind. Touristen dürfen einen mitnehmen.

In Nagoya gibt es bis heute einen prachtvollen Weihnachtsbaum von Swarovski. Er besteht aus 13.000 Kristallgläser und nur ein davon ist pink und Herzform. Denkt ihr, dass jemand das gefunden hat? Der Weihnachtsbaum habe nach Bericht ca. 130.000.000 Yen gekostet.
Wir hatten dieses Jahr keinen Weihnachtsbaum, keine Weihnachtsdekorationen und keine Erdbeertorte zu Hause (wie immer), aber ein wunderbares Weihnachtskonzert (wie immer!).
Außerdem haben wir am 24. mit unseren Verwandten in einem tollen Restaurant in Shinjuku mittaggegessen. Da es im 54. Stock war, konnten wir einen guten Ausblick genießen. Natürlich war das Essen sehr lecker.

22. Dezember 2008

Der 100. Eintrag!

Am 28. März 2008 habe ich mit dem Blog angefangen und heute darf ich den 100. Eintrag geben!
Ich habe nicht gedacht, dass ich es dieses Jahr schaffen konnte. Ich bedanke mich bei allen Lesern meines Blogs!

Die hundertste Bericht ist über eine Ausstellung von einer Make-up-Künstlerin. Das Thema war "kawaii". Auf Deutsch bedeutet es ungefähr "süß".

Ca. 30 Fotos wie das rechte Foto (aus dem Plakat der Ausstellung) wurden ausgestellt. Das Bild, das mich am tiefsten beeindruckt hat, war nur bei der Ausstellung zu sehen. Das war wie das berühmte Gemälde Jan Vermeers "Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge". Der Kontrast vom dunklen Hintergrund und geleuchteten Make-up vom Model war wunderbar. Und das passt gut zum Kostüm vom Barockstil. Es ist schade, dass ich es hier nicht zeigen kann!

Die Ausstellung war wert, gesehen zu werden. Außerdem bekommen die Besucher ein Souvenir geschenkt. Eine Sichthülle mit einem hübschen Bild (das linke Foto).

Danach bin ich durch Daikanyama spazieren gegangen. Das Viertel ist ganz nah von Shibuya, aber die Atmosphären sind ganz unterschiedlich. Shibuya ist lebendig, chaotisch und laut. Von dort wird manche Mode Japans gesendet. Hingegen ist Daikanyama ein luhiger Ort mit vielen kleinen eigentümlichen Geschäften. Zum Beispiel "Kamawanu", das bekannte Geschäft japanischen Handtuchs. Wie das Geschäft sehen viele Läden in Daikanyama wie ein Wohnhaus aus. Oder befinden sich manche Läden sogar in einem normalen Zimmer eines Apartmenthauses.

Die Statue eines Mädchens, das auf ihrem Kopf einen Vogel trägt, stand vor einem Luxusautohändler. Man sieht in schmalen Gassen in diesem Viertel viele merkwürdige Dinge. Und da die Gassen und Gänge wie ein Labyrinth führen, kann man sich leicht verlaufen...wie ich.

21. Dezember 2008

selbstgemachte Teller

Da meine Mutter nach Tokio gekommen ist, haben wir uns in Shinjuku getroffen. Bis zur nächsten Woche bleibt sie bei meiner Schwester und hilft ihr bei der Kinderpflege.

In Shinjuku haben wir in einem Restaurant der Okinawa-Küche mittaggegessen. Auf Okinawa-Insel war ich noch nie (ich gehe nicht so gern am Meer baden), aber das Essen mag ich sehr. Diesmal haben wir "Taco-Rice" bestellt. Der geschmolzene Käse hat gut zu Tomaten und Hackfleisch gepasst.

Im Restaurant hat mir meine Mutter gezeigt, was sie mir mitgebracht hat. Das war mein Teller, den ich im Oktober mit ihr bei einer Kunstkeramikerin gemacht habe! Er wurde dann von ihr und von der Keramikerin gebrannt, (teilweise) glasiert und nochmal gebrannt. Er sieht lustig aus! Ich kann mir kaum vorstellen, wie man ihn benutzen kann (wahrscheinlich wie man will). Auf jeden Fall bin ich komplett zufrieden.


Und noch ein kleiner Teller. Er sieht ziemlich gut aus, oder?


Diese zwei Löffel (oder Rührer) wurden von meiner Mutter gemacht. Ich habe sie von ihr geschenkt bekommen. Die Vögel sind sehr süß!

Meine Mutter hat mir ein Foto von ihrem selbstgemachten Teller gezeigt. Ich finde ihn sehr schön und vor allem den Abdruck eines Farn-Blatts witzig (das war die Idee der Keramilerin). Möglicherweise könnte man ihn verkaufen?

Nach dem Essen und Quatschen sind wir ins Takashimaya-Kaufhaus gegangen, weil wir dort im Untergeschoss Roll-Cake von "Gramacy New York" kaufen wollten. Ich glaube, früher habe ich hier den Roll-Cake gezeigt, aber er war damals mit Mango. Das Obst ist saisonal unterschiedlich und jetzt verkauft man Kastanien-Roll-Cake.

Es gab eine lange Schlange im Laden! Ich weiß, dass es dort immer viele Kunden gibt, aber so lange Schlange habe ich dort niemals gesehen. Wahrscheinlich wollten die Leute Weihnachtskuchen kaufen?

Aber es hat sich gelohnt. Der Kuchen war sehr lecker. Nur ein bisschen schwer für mich. Ich vermute, der Roll-Cake der nächsten Saison wäre mit Erdbeeren. Wahrscheinlich wird er mir besser gefallen.

18. Dezember 2008

Hermès-Taschen?

Ich habe zwei Hermès-Taschen bekommen!

Sehen sie etwas komisch aus? Na, ja, du hast Recht! Aber sicherlich sind die Taschen echte "Hermès Kelley-Bag". Man kann sie von der offiziellen Internetseite von Hermès "herunterladen".

Ehrlich gesagt sind sie aus Papier gemacht. Man kann das Muster unterschiedlicher Taschen (insgesamt 8 Taschen) als PDF-Datei runterladen. Durch einfache Arbeit mit Schere und Kleber sind die Papiertaschen fertig.


Ich habe sie von der japanischen Seite bekommen, aber auf der englischen und französischen Seite habe ich andere Designs gesehen.
http://lesailes.hermes.com/fr/fr/
Aber wo ist die deutsche Seite? Ich habe sie nicht gefunden...

Übrigens; wir haben von unseren Bekannten einen Weihnachtsstollen, Kekse und ein Früchtebrot geschenkt bekommen. Alle sind von einer österreichischen Bäckerei in Süd-Japan. Sie sehen lecker aus, aber wir schaffen sicherlich nicht, allein aufzuessen. Wir werden unsere Freunde oder Verwandte zum Naschen einladen.

15. Dezember 2008

junge Handwerker

In Kichijoji gibt es viele Galerien und Geschäfte, wo man einzigartige Werke von jungen Künstlern kaufen kann. Z.B. das Geschäft "Niji-Garo" auf dem Bild bietet handgemachte Accessoires und Papierwaren von unterschiedlichen Handwerkern an. Nur Anschauen macht schon Spaß. Ich bekomme immer dadurch ein Paar Inspirationen, was ich nächstes Mal selbst bastele. Am letzten Wochenende habe ich dort eine Brosche eines Vogels aus Stoff gesehen. Das sieht nicht so schwierig aus, selbst zu machen, dass ich es nachahmen kann.

Ich habe auch in Nishi-Ogikubo interessante Geschäfte gesehen. Zum Beispiel, das Geschäft "Mame-Chiyo-Modern" bietet nicht nur Kimono, sondern Taschen, Accessoires und Sandalen für Kimono. Alle Waren sind eher kitschig und von jungen sozusagen Kimono-Mädchen sehr beliebt.

Eigentlich trage ich nur ganz selten Kimono. Kimono finde ich sehr schön, aber ich bin jetzt eher in der Stimmung, etwas süßes wie die Fotos anzuziehen. Eigentlich hatte ich früher viele solche Kleidung, aber ich bin jetzt vernünftiger als früher und frage mich selbst, "aber wohin mit solcher Kleidung?".

12. Dezember 2008

Stick Sweets

Eigentlich esse ich selten Schokolade oder Kuchen. Einige Freundinnen von mir sind fast süchtig nach Schokolade oder sahnige Süßigkeiten, aber ich bin kaum in sie verliebt. Manchmal sehen Süßigkeiten von feinen Pâtisseries attraktiv aus, aber sie sind oft zu groß für mich. Deswegen passen mir die kleine Süßigkeiten von der "Stick Sweets Factory" gut.

Ich habe das Geschäft zufällig entdeckt, als ich nach Hikarigaoka shoppen gegangen bin. Alle Kuchen und Torten sind klein und lang, sodass man mit den Fingern auch zum Beispiel auf der Straße essen kann. Mir hat die Kleinheit vor allem gut gefallen. Natürlich sehen die Kuchen und Torten lecker aus.

Sie sind Pure Roll Cake, Green Tea Roll Cake und Mont Blanc.
Mont Blanc war ziemlich schwer, aber Roll Cakes haben sehr gut geschmeckt. Ich habe im Geschäft "Soja Cheese Cake" gesehen, aber eine Frau vor mir hat das letzte Stück gekauft. Vielleicht nächstes Mal werde ich es probieren.

Das war schon vor langem, aber Mochi-Cream hat mir auch sehr gut gefallen. Das ist eine neue Art von Süßigkeit. Die Mischung von Mochi, Sahne und Soße unterschiedlichen Geschmacks finde ich ganz toll. Und für mich wichtig ist, sie sind sehr klein.

11. Dezember 2008

Shiwasu

"Der Monat, in dem Götter laufen"

Das ist ungefähr die Bedeutung des Wortes "Shiwasu", der Name des zwölften Monats im (ein bisschen altmodischen) Japanischen. Der Ausdruck kommt aus der Idee; nicht nur Menschen sondern auch Götter sind im Dezember sehr beschäftigt.

Zweifellos ist Dezember ein der beschäftigsten Monaten vor allem in Japan. Man muss hunderte Neujahrsgrußkarte (Nanga-jo) drucken lassen oder selbst oder schreiben und sie bis ungefähr 25. Dezember einstecken, Geschenke zum Jahresende (Oseibo) an Bekannten schicken, feines Neujahrsessen (Osechi) kochen oder kaufen(das Osechi auf dem Foto kostet über 100.000 Yen=ca.850 Euro), die ganze Wohnung sauber machen (das heißt auf Japanisch "Oh-Soji", die Bedeutung "großes Saubermachen") , Neujahrsdekorationen kaufen, vor dem Neujahrsurlaub die Arbeit vorläufig schließen, an vielen Jahresendfeiern (Bonen-kai) mit Kollegen oder Freunden teilnehmen. Der Markt ist sehr aktiv und man verbringt länger im Stau, weil es mehr Autos auf den Straßen gibt. Wir brauchen nicht so viele Weihnachtsgeschenke für die Familie oder Freunde wie Europäer, trotzdem feiern viele Japaner auch Weihnachten und essen "Christmas Cake" (meistens Erdbeertorte). Der erste Winterschlussverkauf beginnt schon vor oder sofort nach Weihnachten. Zu viel zu tun!

Vor kurzem habe ich mit dem Saubermachen angefangen. Wir haben ein Zimmer japanisches Stils, in dem es sechs Schiebefenster aus Papier gibt. Normalerweise macht man jedes Jahr das Papier der Schiebefenster (oder Schiebetür) neu, aber ich war sehr faul und das Papier blieb schon seit mehreren Jahren da. Das Papier war schon an mehreren Stellen zerrissen. Ich musste schließlich das Papier erneuern.

Es war eigentlich nicht so kompliziert. Man macht wie diese Anweisung. Bevor ich das Papier abgenommen habe, habe ich darauf gezeichnet und dann zerrissen. Aber das Papier war so alt, dass es nicht leicht abgegangen ist. Es hat mehr als eine halbe Stunde pro ein Fenster gedauert.

Das neue Papier wurde dann auf die Rahmen der Schiebefenster geklebt. So sehen sie jetzt aus. Ich bin damit zufrieden, dass wir ein neues Jahr mit den erneuten Papierschiebefenstern empfangen können.

PS: heute 19°C in Tokio!

8. Dezember 2008

Musikabend

Ich habe mit drei mit dem Geigelernen angefangen. Meine Schwester mit sieben. Und alle meine Cousinen spielen seit der Kindheit Geige. Aber nur zwei davon spezialisieren sich auf Musik, nämlich meine Schwester und meine Cousine Ma-chan.

Ma-chan war im letzten Sommer für zwei Monate in Wien, um an einem Meisterkurs für Geiger teilzunehmen. Tatsächlich ist sie selbst auch als Geigelehrerin tätig, aber sie ist gleichzeitig eine fleißige Schüler und bemüht sich um die weitere Entwicklung.

Am letzten Samstag hat mein Mann ein Konzert gegeben und Ma-chan hat dort zum ersten Mal mitgespielt. Das war eine große Freude für mich, wie das vergangene Konzert, in dem meine Schwester mitgespielt hat. Das Konzert ist sehr gut gelaufen und meine Cousine hat vor allem für ihre Solo-Geige ein Lob bekommen.



Danach haben wir gemeinsam in einem Izakaya gefeiert. Das war einen tollen Abend mit der schönen Musik und dem leckeren Essen.

4. Dezember 2008

Hello-Kitty-Stadt

Ich fahre relativ oft nach Ikebukuro und shoppe manchmal in den Kaufhäusern. Diesmal wollte ich ein Geschenk für meine Nichten kaufen und kam in die Kinderabteilung ins Tobu-Kaufhaus.

Ich wusste nicht, dass die heutige Kinderabteilung so märchenhaft ist! Es gibt eine große Hello-Kitty-Figur und Figuren von einer Schwanenfamilie. Da ich dort kein gutes Ding gefunden habe, bin ich zum Sunshine-City gegangen. Dort gibt es auch mehrere Geschäfte für Kinder und Charakter-Shops. Z.B. Disney-Shop und Totoro-Shop. Hello-Kitty-Shop auch. Ikebukuro ist schon sozusagen Hallo-Kitty-Stadt.


Einige deutsche Freunde von mir haben mir davon erzählt, dass die Weihnachtsmärkte in Deutschland schon aufgemacht sind. Schade, dass ich dies Jahr nicht in Deutschland bin! Ich hätte gerne Glühwein getrunken!
Statt Glühwein trinke ich manchmal Amazake (süßer, trüber und warmer Sake ohne oder mit ganz wenig Alkohol). Es gibt getrockneter Fertigamazake, den man nur mit gekochtem Wasser machen kann.

Als Tochterprodukte vom Fertigamazake, den ich manchmal trinke, gibt es unterschiedliche Fertiggetränke. Diese Packung des grünen Tees habe ich vor kurzem zum ersten Mal in einem Supermarkt gefunden. Das muss ein neues Produkt sein. Aus Neugier habe ich es gekauft. Das war leicht bitter und süß. Süße Azuki-Bohnen waren drin aber so wenig, dass sie mir nach fast nichts geschmeckt haben. Aber im Großen und Ganzen hat es mir gut geschmeckt.