25. Oktober 2008

10 Tage in Tajimi (1) -Stadt des Porzellans-

Ich bin wieder da! 10 Tage bei meinen Eltern waren total schön und vergingen ganz schnell. Ich habe mich nicht nur entspannt sondern auch viele interessante Erfahrungen gesammelt. Ab heute werde ich darüber Stück für Stück berichten.

Zuerst erkläre ich den Ort, in dem meine Eltern wohnen. Tajimi liegt ungefähr zwischen Tokio und OSaka und sie ist für Porzellan berühmt. Obwohl meine Eltern dort wohnen und ich selbst auch mehrere Jahre (aber viel kürzer als in Tokio) dort gelebt habe, fahre ich sehr selten nach Tajimi. Viel häufiger kommen meine Eltern nach Tokio, um mich, meine Schwester und ihre Enkelkinder zu sehen. Eigentlich kenne ich mich in der Stadt nicht so gut aus. D.h. ich kann wie eine Touristin die Stadt genießen.

Diesmal wollte ich möglichst viele Ausstellungen von Porzellan besuchen. Es gibt überall in der Region Werkstätten, Geschäfte, Galerien und Museen von Porzellan, das Mino-yaki heißt. Ich finde es sehr interessant, vor allem handgemachte Keramik. Die Farben sind eigentümlich und sehr japanisch. Ein bisschen verzerrt und uneben, und keine ist gleich wie andere. Ich habe gehört, jetzt arbeiten viele junge Töpfer in Tajimi und nicht nur Japaner sondern auch Ausländer kommen in die Stadt, um Töpferhandwerk zu lernen. Auch Deutsche. Ein Bekannter von meiner Mutter kümmert sich um ausländische Lehrlinge beim Suchen einer Praktikumsstelle beim Töpfer und einer Gastfamilie. So ist es relativ leicht, dort als Ausländer zu lernen und wohnen.

Sofort nach meiner Ankunft hat mir meine Mutter Teller und Schalen gezeigt, die sie für mich auf einem großen Porzellan-Festival gekauft hat. Einige von ihnen wurden von einem bekannten Porzellanhersteller gemacht und gemalt. Normalerweise sind sie sehr kostbar, aber auf dem Festival waren sie, meine Mutter sagt, unglaublich günstig. Ich kann verstehen, warum viele Leute in die Stadt kommen, um Porzellan zu kaufen.


Im Porzellangeschäft "Torin-Shunyo", das meine Mutter vorzieht, fand eine interessante Ausstellung statt. Sie war eine gemeinsame Ausstellung von jungen Keramikern. Jeder stellte seine Werke in drei Holzkästchen mit Deckel aus. Die Besucher kontten sie öffnen und entdecken, was es drin gab. Man hat entdeckt z.B. eine wunderschöne Tasse oder nur eine Visitenkarte vom Keramiker. Ein Keramiker hat eine Copie von seinem Führerschein (wichtige Daten sind abgeschnitten) im Kästchen versteckt. Sehr lustig!

Wir haben auch eine Ausstellung von einem berühmten Keramiker Hayashi Shotaro besucht. Meine Mutter ist sein Fan und sie hat einmal gesehen, dass er einen sehr großen Topf gemacht hat. Sie hätte sehr gerne sein Werk, aber alle seine Werke sind so teuer, dass nur Reiche sich leisten können...

Wir sind nicht nur schauen gegangen. Wir haben auch selbst etwas gebastelt! Darüber berichte ich nächstes Mal.

Kommentare:

Momo-chan hat gesagt…

Liebe Sayaka!

Vielen Dank für deinen interessanten Eintrag!!! Ich würde gerne ein Mal Tajimi besuchen! Meine Tante, die in Schweden lebt, interessiert sich unheimlich für Keramik und Töpfern. Ich werde ihr Tajimi empfehlen.
Liebe Grüße

Deine Martina

sayaka hat gesagt…

Hallo Martina,

ich finde auch skandinavische Keramik und Porzellan sehr schön. Macht deine Tante auch selbst?

Wenn du nach Tajimi kommst, können wir gemeinsam Tee mit Mino-yaki-Porzellan trinken und interessante Ausstellungen schauen gehen.

Liebe Grüße
Deine Sayaka

Momo-chan hat gesagt…

Hallo Sayaka,

Ja, meine Tante macht ihre eigenen Keramiken und ihr eigenes Porzellan. Es sieht sehr hübsch aus!

Ich hoffe, dass wir bald gemeinsam nach Tajimi fahren können und die schöne Atmosphäre genießen können!

Viele liebe Grüße

Deine Martina

sayaka hat gesagt…

ja, und auch nach Schweden !

Liebste Grüße nach München
Deine Sayaka