30. September 2008

nach Hakone (5)

Es war am Morgen des dritten Tags, nämlich, der letzte Tag in Hakone. Durch die Fenster vom Hotelzimmer habe ich nur die grau-weiße Welt gesehen. Es sah so aus, es regnete. Aber als ich wieder ins Freiluftbad gegangen bin, habe ich gemerkt, es regnete nicht, sondern es war stark nebelig. Auf jeden Fall keine Chance mit dem Blick auf den Fuji...

Der Hotelangestellte hat gesagt, "Heute fährt keine Seilbahn und Schiffe wegen des starken Winds".
Dann mussten wir entweder zu Fuß gehen oder mit dem Bus fahren.

Wir haben uns entschieden, dass wir durch "Hakone-Kyu-Kaido (alte Landstraße Hakones)" wandern gingen.

"Hakone-Kyu-Kaido" ist ein Teil der "alten Tokaido-Straße", die bis Ende des 19. Jahrhunderts die wichtigste Straße (Gehweg) in Japan war. Jetzt gehen nur Wanderer durch die Straße. Wir haben uns entschieden, zwischen Moto-Hakone und Hatajuku zu laufen. Es ist die bergigste und harteste Strecke von 4.3km.

Zum größten Teil ist der Weg mit Steinen gepflastert. Wegen des Nebels waren die Steine so glatt. Außerdem stieg der Weg immer an oder ab. Ich musste sehr langsam und vorsichtig gehen.

An der Strecke gibt es einige Sehenswürdigkeiten z.B. alte Wegweiser, historische Zedernallee, Denkmal vom deutschen Forscher Engelbert Kämpfer, der das abgeschlossene Japan der europäischen Welt vorgestellt hat.

Unterwegs haben wir bei "Amazake-Chaya" eine Pause genommen. Amazake ist süßer Sake, der meistens kein oder sehr wenig Alkohol enthält. Normalerweise trinkt man gezuckerten Amazake, aber der war ohne Zucker und hat leicht süß geschmeckt. Sein Bebäude war gerade im Umbau, deswegen haben wir in einem hässlichen Fertighaus getrunken.

Nach der zweieinhalb Stunden langen Wanderung sind wir bis Hatajuku gekommen. Meine Beine waren ein bisschen wackelig, weil es zum größten Teil ein stark abfallender Weg war. Aber ich war nicht so müde außer den Beinen und die gesamte Wanderung hat mir viel Spaß gemacht.

Jetzt geht es langsam zu Ende. Bevor wir nach Tokio zurückfuhren, haben wir "Kamaboko-no-Sato (Dorf der Fischwurst)" besucht. Es gibt dort mehrere Läden wie "Fischwurst-Markt", Restaurants und Brauerei. Das Bier-Restaurant ist ein bisschen im deutschen Stil errichtet und als Hintergrundmusik hört man deutsche Trinklieder. Wir haben sogenanntes "Hakone Pils" getrunken. Da das Wasser in Hakone sehr gut schmeckt, war das Bier auch lecker. Wir haben einige Flasche nach Hause schicken lassen.

Noch eine Arbeit bevor nach Hause zu fahren. Meine Susanna wartete auf mich bei meinen Schwiegereltern, die in der Nähe wohnen. Als sie mich gesehen hat, hat sie vor Freude laut gesungen. Das war für sie auch eine kleine Reise und ich glaube, sie hat mit meinen Schwiegereltern viel gespielt.



Übersicht unseres Hakone-Besuchs

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Sayaka,
die Gegend rund um Hakone war wirklich wunderschön wie man es auf deinen Fotos sieht. als ich im Frühjahr 07 dort war war es auch wunder schön dort und ich konnte den Fuji sehen. ich freue mich schon wenn ich nächstes Jahr wieder nach Japan komme dann gehe ich wieder nach Hakone um dort zuwandern und die Onsen zu besuchen.

Grüsse aus der Schweiz.
Remo

sayaka hat gesagt…

Hallo Remo,

wow du warst auch in Hakone! Leider konnte ich weder von Owakudani noch vom Ashi-See den Fuji sehen... Hoffentlich nächstes Mal wenn ich auf den Kintoki-Yama steige.

Viele Grüße
Sayaka