11. September 2008

Ginza, Kichijoji

Ginza ist der Ort, in dem ich und meine Schwester uns am häufigsten treffen, obwohl wir kein Typ sind, der gerne bei Luxus-Modehäusern in Ginza shoppt.
Der Hauptgrund ist, Ginza liegt zwischen unseren Wohnorten und die Zugverbindungen sind für uns beide ziemlich gut. Tatsächlich sind die Preise in Ginza meistens sehr hoch. Es gibt viele Zweiggeschäfte von "Top Brands" und zum Shoppen kommen viele reiche, ziemlich ältere Frauen. Aber es gibt auch Läden, die nicht extrem teuer sind und uns gut gefallen. Zum Beispiel kaufen wir gerne Klamotten bei Printemps Ginza, Haushaltswaren bei Mosaic Ginza-Hankyu, Papierwaren bei Itoya. Das neue Kaufhaus "Itocia" zielt auch auf junge Leute. Und am 13. September (sehr bald!) eröffnet in der Gegend das erste H&M in Japan. Dann werden mehr und mehr junge Leute nach ginza kommen.

Diesmal haben wir uns zuerst bei Mosaic Ginza-Hankyu Geschirr, Gläser, Babywaren (meine Schwester hat ihren kleineren Sohn mitgebracht) und Pflanzen für Zimmer angesehen und in einem Bagel-Café in der ersten Etage (in Japan sagt man "zweite Etage") zu Mittag gegessen.

Das Café war so bequem und wir haben miteinander so lange gequatscht, dass wir danach nicht genug zeit zum Shoppen hatten.



Gestern habe ich in Kichijoji neue deutsche Freundinnen kennnengelernt. Wir haben im Inokashira-Park, in einem sehr lauten italienischen Restaurant und in einem Bio-Café von einem Bulgaren gesprochen. In Kichijoji gibt es viele kleine individuelle Cafés, in die junge Leute gerne kommen. Besonders am Wochenende sind die Cafés ganz voll mit Jugendlichen. Kichijoji ist auch als eine kleine Kulturstadt bekannt. Dort wohnen viele Manga-Zeichner und Illustrator. Im Bio-Café saßen ein Illustrator und ein Redakteur (sie sahen so aus) neben uns und sprachen über Bilderbücher.

Da zurzeit eine Ausstellung von einer Illustratorin, die ich sehr mag, in Kichijoji stattfindet, haben wir sie gemeinsam besucht. Sie heißt Komako Sakai und zeichnet meistens Kinder, Stofftiere, Vögel und Tiere.
Ich mag ihre düstere, eindrucksvolle Farben und runde Pinselführung.
In Deutschland erscheinen mindestens drei Bilderbücher von ihr, die "Es schneit" "So schön wie der Mond" "Mama, ich mag dich" heißen. Aber ich weiß nicht, ob ihre Illustrationen nach Geschmack deutscher Kinder sind.

Kommentare:

Momo-chan hat gesagt…

Hallo Sayaka!
*juhuu* Na dann ziehe ich garantiert nach meinem Studium nach Japan, wenn es jetzt auch einen H&M gibt ^__~ *jubel* Der hat mir noch gefehlt.
In die Ginza bin ich auch selten gegangen, weil ich nie wusste, wo es nicht so teuer ist ^^;
Danke für den Tipp mit Kichijoji! Das klingt sehr interessant! ^___^ Viele liebe Grüße

Deine Martina

sayaka hat gesagt…

Hallo Martina,

sicherlich gefällt H&M auch Japanern, vor allem den Leuten, die oft bei UNIQLO (oder bei anderen billigen Geschäften wie ZARA und GAP) einkaufen!

Ginza hat sich viel geändert und wird immer interessanter. Ich shoppe lieber in Ginza als in Kichijoji, weil die Mode von Kichijoji eher Hippie ist ^^

Liebe Grüße
Deine Sayaka