3. Juli 2008

Lüge auf dem Etikett

Es gibt in Japan eine Tradition, dass man am "doyou no ushi no hi" (dieses Jahr zwei Tage; am 24.7. und 5.8.) gegrillten Aal (auf Japanisch "unagi no kabayaki) isst, um für kommenden Hochsommer genug Energie zu bekommen.

Deswegen interessieren sich Japaner jetzt sehr für die Berichte, dass falsche Angaben auf dem Etikett von Aal veröffentlicht worden sind, und die Polizei die zutreffende Hersteller untersucht hat. Sie handeln Aal aus China, aber auf dem Etikett stand ein berühmte Produktionsgebiet von Aal in Japan.

Japanischer Aal ist mehr als doppelt teurer als chinesischer. Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man im Supermarkt einen billigen Angenot von "japanischem Aal" sieht. Die Unterschiede sind nicht nur Geschmack. Schon mehrmals wurden von chinesischen Aalen unterschiedliche schädliche chemische Mittel (z.B. Malachitgrün) entdeckt.

Meine Mutter ist heute zu uns gekommen und sie hat uns (sicherlich oder hoffentlich) echte japanische gegrillte Aale mitgebracht (da steht "aus Shizuoka"). Sie sind sehr dick und die Qualität ist prima. Wir haben damit "Una-don" (Schüssel Reis mit Aal darauf) gemacht. Sogar nur mit Reis wird gegrillter Aal ein luxuriöses und nahrhaftes Gericht.

Ein solcher Etikettenschwindel wie vom Aal passiert manchmal auch bei anreden Produkten. Es ist schade, dass wir jetzt nicht einfach Etiketten glauben können.

Kommentare:

Franzi hat gesagt…

Hallo Sayaka!
Erst ein mal vorab:
ein ganz großes GOMENASAIIIII !
Tut mir Leid, dass ich so lange keine Mail geschrieben hab. Ich stecke total im Prüfungsstress und wir müssen im Moment noch sehr viele Formalitäten wegen dem Tod meiner Omi klären. Ich versuche dir wirklich ganz ganz bal dzu schreiben. Nun aber zu deinem Bericht:

Aw, lecker gegrillter Aal.
Den habe ich auf dem Japantag sogar zwei mal gegessen *rotwerd*. Ich liebe gegrillten Aal!
Auch Unagi-Sushi ist total lecker *schlemm*
Aber das mit dem Etikett ist allgemein ein Problem. Viele Hersteller, egal welcher Produktsorte, schwindeln was die Inhalte betrifft. Lassen teilweise verwendete Stoffe weg oder machen teilweise falsche Nährwertangaben.
Deshalb bin ich froh, dass wir häufig von Freunden oder Familie Sachen aus natürlichem Anbau bekommen, so wie Eier, Milch, Salat, Tomaten etc.
Das schmeckt immer am besten und ich kann sicher sein, dass da keine Pestizide oder sonst was dran sind.

sayaka hat gesagt…

Hallo Franzi,

oh, es ist aber kein Problem! Ich dachte schon, dass du sehr beschäftigt bist.

Ich esse auch Unagi-Sushi so gerne wie gegrillten Aal.
Ernten von Freunden oder Familie sind immer toll. Aber wir haben selten Gelegenheiten, solche Sachen zu bekommen. Letztes Mal haben wir von einer Bekannten Kräuter und eine Sorte Schnittlauch geschenkt bekommen. Sie hatten sehr dichtes Geschmack und starken Duft. Gemüse in Supermarkt in Tokio schmeckt und riecht nur ganz schwach...

Rumi hat gesagt…

Hallo Sayaka!
Wie war deine Wochenende?

Ich auch esse gegrillten Aal gerne,aber diesen Jahr kaufe ich Keiner.
Ich fürchte das Malachitgrün...

Heute war es sehr,sehr heiß in Fukuoka. Die Regenzeit ist vorbei.

Ich ändere meine Blog,und keine Email Adresse brauchen die für Kommentar mehr.

Viele Grüße
Rumiko aus Fukuoka

sayaka hat gesagt…

Hallo Rumi,

es war auch hier zu warm und feucht!
Leider habe ich nichts besonders am Wochenende gemacht...

Das ist sehr nett von dir, dass du den Blog so eingestellt hast. Schreib fleißig, so dass du dadurch die Sprache viel lernen kannst. Übung macht den Meister.

Liebe Grüße,
Sayaka