27. Juli 2008

Tanzfest/köstlicher Lunch

Als ich am Shinjuku-Bahnhof ausgestiegen bin, hörte ich zufällig exotische Musik, die sich offensichtlich wie okinawanische Musik zum Volkstanz anhörte. Auf den Fußwegen der Hauptstraße versammelten sich viele Leute, die traditionellen okinawanischen Volkstanz "Eisa" anstarrten. Ich habe erst später erfahren, dass das Shinjuku-Eisa-Festival war. Okinawa ist ein Teil von Japan aber hat noch heute eigenartige Kultur. Deswegen waren sowohl der Tanz und die Musik als auch ihre Volkstracht auch für mich (sicherlich auch für meiste Zuschauer) sehr exotisch.










Heute wurden ich und meine Familie zum Mittagessen in ein italienisches Restaurant eingeladen. Das ist ein unbekanntes Restaurant in einem kleinen Wohnviertel, aber das Essen war toll. Es ist aber kein reines italienisches Essen, sondern eine Mischung von italienischer und japanischer Kochkunst und mit Zutaten aus beiden Ländern.

Das ist alle Gänge; (Ich schreibe auch auf Japanisch, sodass auch meine japanische Freunde lesen können.)

kalte Vorspeise (Gelee mit Seeigel, kalte Edamame-Suppe, Carpaccio, Terrine)
冷たい前菜4種;うにとジュンサイのゼリー寄せ、枝豆の冷たいスープ、いわしのカルパッチョ、テリーヌ

warme Vorspeise (gegrillter Aal mit Gemüse)
温かい前菜;蒸したうなぎのソテーを温野菜と一緒に

das erste primo piatto (Nudeln mit Makrelenhecht und Tomatensoße)
サンマのトマトソースパスタ

das zweite primo piatto (Gnocchi mit Ricotta und Rinderzunge-Soße)
リコッタチーズのニョッキ 牛タンソース

Hauptspeise (Rinderroulade)
牛肉のロールステーキ

Nachtisch (Kirscheis und Gelee mit Pfirsich)
チェリーアイスと桃ゼリー

26. Juli 2008

"Deutschland" in Tokio

Könnt ihr verraten, womit die Säule der Straßenlaternen gemacht worden ist?

Das ist ein Recycling-Produkt aus Schienen von Eisenbahn. An einem Bahnhof in Tokio habe ich das gefunden.
Man sieht auf dem Schild Deutschlands "Schwarz-Rot-Gold" und darunter steht (auf Japanisch) "Hergestellt von der Gutehoffnungshütte in Deutschland, im Jahr 1926 gewalzt".
Ich bin froh, immer wenn ich in meinem Heimatland ein "made in Germany" begegne (umgekehrt auch).

Es gibt dort noch einige solche Dinge aus Schienen von Eisenbahn aus Polen, den USA, Japan und einigen anderen Ländern.



In einem Supermarkt in der Nähe von mir kann man deutsches Brot kaufen. Da ich fast immer selbst Brot backe, habe ich es noch nicht gekauft. Früher habe ich mehrmals bei "deutschen Bäckereien" in Tokio eingekauft, aber nicht alle waren "echt deutsch". Ah, ich vermisse weiche warme Brezel aus dem Ofen!




Schade...ein "o" fehlt!



Gestern Abend bin ich Sushi essen gegangen. Seitdem mein Lieblingssushi-Restaurant geschlossen worden ist, esse ich immer bei unterschiedlichen Sushi-Restaurants in der Nähe, um ein gutes Sushi-Restaurant zu finden. Das wäre wahrscheinlich als Kandidat die Nummer eins.

24. Juli 2008

Ich muss shoppen!

Gefährlich! Ich weiß, dass ich jetzt nicht so viel für Klamotten ausgeben sollte und für die zukünftige Reise sparen muss. Aber Sommerschlussverkauf ruft mich!

Zuletzt habe ich diese rosa Tasche unglaublich billig gekauft. Sie war um 70% reduziert. Warum sollte ich das verpassen? Ich muss gestehen, dass ich diesen Monat mehrere Sachen außer der Tasche gekauft habe. Aber ich glaube, das ist keine Verschwendung, sondern sie sind notwendig für mich als Tokioterin! Sicherlich werde ich die Sachen gut ausnutzen.

Ich muss noch einen neuen Obi kaufen. Obi ist ein weiter Gürtel von Kimono oder Yukata (kein Baumarkt!). Ich möchte in diesem Sommer unbedingt Yukata tragen, am besten mit einem hellvioletten oder hellolivgrünen Obi. Mein Yukata ist dunkelbrau und mein alter Obi ist rot. Aber ich finde, die Kombination von Dunkelbrau und Rot ist viel zu traditionell und langweilig.

Es gab wieder ein starkes Erdbeben in Nord-Japan. In der Mitternacht bin ich auch aufgewacht, obwohl es in Tokio nur leicht gewackelt hat. Zum Glück gab es keine Tote, aber mehr als 130 Leute sind verletzt. Ich wundere mich, warum wir dieses Jahr ungewöhnlich oft Erdbeben haben. Vielleicht bewegen sich die Kontinentalplatten jetzt aktiv?

Die Regenzeit ist schon vorbei (dieses Jahr war die Regenzeit in Tokio offiziell vom 2. Juni bis dem 19.Juli) und wir haben meistens sonniges und sehr warmes Wetter. Die Tagestemperaturen steigen immer über 30 Grad und in der Nacht über 25 Grad. Ich kann noch die Hitze unter 35 Grad ertragen, aber es wird bald sicherlich noch wärmer.

20. Juli 2008

Auto fahren

Als ich 18 Jahre alt geworden bin, wollte ich einen Führerschein machen. Aber da meine Eltern viel Angst davor hatten, haben sie mir nein gesagt, obwohl sie es meiner Schwester erlaubt und sogar für ihre Fahrschule bezahlt haben. Alle unseren Verwandten sagten, meine Eltern haben eine gute Entscheidung getroffen! Was haben sie gemeint? Na gut, auch ich stimme zu, ich bin überhaupt kein vorsichtiger Mensch. Immer noch habe ich keinen Führerschein gemacht, nicht weil meine Eltern dagegen waren, sondern weil ich auch Angst hatte.

Tatsächlich braucht man in Tokio nicht unbedingt ein Auto. Außerdem da mein Mann gerne Auto fährt, muss ich nicht selber fahren. (Er möchte auch nicht, dass ich den Führerschein mache!)
Vor kurzem war ich mit ihm in einem Toyota-Shop, um das Auto überprüfen zu lassen (wie TÜV). Ich war ein bisschen neugierig, weil das für mich der erste Besuch eines Autovertriebs war. Ich fand, der Wagen auf dem Foto ist schick. Er muss ein Luxusauto sein. Aber ich habe überhaupt keine Ahnung, wie viel es kostet. Obwohl ich fast kein Interesse an Autos habe, macht mir es Spaß, schöne Autos zu betrachten.

Gestern Abend war ich wieder in einer Kneipe nach dem Konzert meiner Familie.
Diesmal haben uns die Kellner ein neues Gericht empfohlen. Das war so lecker, dass ich euch es vorstellen möchte.

1; Naturreis mit gehackten Pickles (Zucchini, Zwiebel) bestreuen,
2; geraspelten Rettich und Tampura mit Gemüse darauf.
3; Guten Appetit!

Es sieht einfach aus vorzubereiten. Ich werde das mal auch zu Hause kochen.

13. Juli 2008

Moi-cho Prize/ Izakaya

Ich war gegen 22.00 Uhr in Ikebukuro, in einem Game Center. Game Center ist für mich fast ein fremder Ort. Ich habe keine Gewohnheit, dort Games zu spielen oder Purikura zu machen (aber ich finde Purikura-Fotos hübsch). Ich war da, nur weil ich Waren von Moi-cho bekommen wollte.

Das ist UFO-Catcher von Moi-cho.
UFO-Catcher ist ein Spiel, dass man eine Kralle steuert, um Waren wie Plüschtiere aus dem Automaten herauszufischen. Wenn man nicht gut steuert, bekommt man gar nichts. Nicht ich, sondern mein Mann hat es probiert, weil ich niemals ein solches Spiel gemacht habe (Er ist auch gar nicht geübt). Ein spiel kostet 100 Yen. Zum siebten Spiel hat er einen Stofftier von Moi-cho geschafft! Wenn ich es gemacht hätte, hätte ich sicherlich keinen gefischt. Außerdem haben wir Handy-Bänder mit Moi-cho-Motiv gekauft. Süß!


Am Samstag ging ich zu einem Musikabend, in dem meine Familie musiziert. Diesmal wurde eine Hochzeitskantate von J. S. Bach u.a. gespielt, weil zwei der Mitspieler vor kurzem geheiratet haben. Danach gingen wir zum Trinken wie immer.

Im Izakaya, in dem wir oft essen und trinken, lassen wir immer Kellner oder Köche fürs Essen entscheiden. Sie kennen schon, was wir gerne essen. Und wir vertrauen ihre Empfehlungen. Dieses Mal haben sie uns als Vorspeise gebratenen Tintenfisch und Edamame (grüne Sojabohnen) vorbereitet. Hauptspeise war Karaage (frittierte Hühnerfleischstücke) , Vollkorn-Pizza mit Rucola und Sardelle, Taco-Reis (eine Spezialität aus Okinawa. Reis mit Kopfsalad, Tomaten, Käse und Salsasoße mit Hackfleisch) und gebratene Nudel mit Gemüse nach südostasiatischer Art. Die Nudel ist aus Konnyaku (kalorienfreie Wurzel) gemacht. Schlüpfriges Gefühl im Mund. Sehr interessant und lecker.

10. Juli 2008

Moi-cho, kawaii!

Der zweite Band von "Moi-cho"!

Den ersten Band habe ich früher zufällig in einer Buchhandlung gefunden. Mir hat es auf den ersten Blick super gut gefallen. Sehr niedlich, oder? Ich wartete mehrere Monate auf den zweiten Band. Auch der zweite ist so lustig, dass ich ganz schnell durchgelesen habe.

Moi-cho ist wie ein Mittelding aus Vogel und Raupe (so sagt die Autorin). Es lebt mit einem Mädchen, schläft in einem Teekännchen, isst gerne Kopfsalat, erzeugt rote Seide, aus der es sich selber roten Schal macht. Es kann nicht sprechen aber kann ein bisschen Japanisch schreiben.

Ich sehe viele Ähnlichkeiten im Verhalten von Moi-cho und meinem Vogel. Vielleicht weil Moicho halb Vogel ist? Ich vermute, die Autorin hat (oder hatte) mindestens einen Vogel zu Hause.

Ich hoffe, die Serie noch weiter herausgegeben wird und der dritte erscheint bald!

7. Juli 2008

Tag des Tanabatas

Heute ist "Tanabata".

Tanabata kam ursprunglich aus China her und es wird in Japan jedes Jahr am 7.7. oder im August (entsprechend dem alten Kalender) gefeiert.
Jetzt werden Bambusbäume mit Tanabata-Dekoration an vielen Orten aufgestellt, aber berühmte Tanabata-Feste in Japan finden meistens erst im August statt.
(Über die Geschichte von "Tanabata" siehe; http://de.wikipedia.org/wiki/Tanabata)

Als Kind schrieb ich an diesem Tag meine Wünsche (ich hatte immer mehrere Wünsche!) auf Zettel und habe sie an Bambusbäumen aufgehängt. Seit langem mache ich das nicht. Aber ich finde Tanabata-Bambus immer schön.

Außer Tanabata-Bambus habe ich solche komische Dinge gefunden;

(falsche) Onigiri im Schaufenster von einer Boutique (comme ça du mode).

Warum Onigiri für ein Kleidergeschäft? Ich weiß das nicht. Überraschungseffekt?






Apartmenthaus, das "Edel Schloß" heißt.
Ein herrlicher Name!
Wie sehen die Zimmer aus?

Statue eines Kindes mit einer hellblauen Schürze. Ist das auch Kunst?

3. Juli 2008

Lüge auf dem Etikett

Es gibt in Japan eine Tradition, dass man am "doyou no ushi no hi" (dieses Jahr zwei Tage; am 24.7. und 5.8.) gegrillten Aal (auf Japanisch "unagi no kabayaki) isst, um für kommenden Hochsommer genug Energie zu bekommen.

Deswegen interessieren sich Japaner jetzt sehr für die Berichte, dass falsche Angaben auf dem Etikett von Aal veröffentlicht worden sind, und die Polizei die zutreffende Hersteller untersucht hat. Sie handeln Aal aus China, aber auf dem Etikett stand ein berühmte Produktionsgebiet von Aal in Japan.

Japanischer Aal ist mehr als doppelt teurer als chinesischer. Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man im Supermarkt einen billigen Angenot von "japanischem Aal" sieht. Die Unterschiede sind nicht nur Geschmack. Schon mehrmals wurden von chinesischen Aalen unterschiedliche schädliche chemische Mittel (z.B. Malachitgrün) entdeckt.

Meine Mutter ist heute zu uns gekommen und sie hat uns (sicherlich oder hoffentlich) echte japanische gegrillte Aale mitgebracht (da steht "aus Shizuoka"). Sie sind sehr dick und die Qualität ist prima. Wir haben damit "Una-don" (Schüssel Reis mit Aal darauf) gemacht. Sogar nur mit Reis wird gegrillter Aal ein luxuriöses und nahrhaftes Gericht.

Ein solcher Etikettenschwindel wie vom Aal passiert manchmal auch bei anreden Produkten. Es ist schade, dass wir jetzt nicht einfach Etiketten glauben können.

2. Juli 2008

Shinjuku-Gyoen

Ich war heute mit Melli und ihrem Freund Markus im Shinjuku-Gyoen-Park.

Obwohl der Park riesig ist, gibt es nur drei Ausgänge. Wir mussten eine halbe Stunde lang um den Park herumlaufen, um einen Eingang zu erreichen.
Ich war noch nie dort und wusste nicht, wo genau der Park liegt. Außerdem wusste ich nicht, dass man 200 Yen Eintritt bezahlen muss. Der Eintritt lohnt sich aber auf jeden Fall, denn der Park ist sehr schön und gut gepflegt.
Sehr gemütlich! Das Wetter war auch schön.

Ich kann allen Tokio-Besuchern den Park empfehlen.

Gestern war Kino-Tag. Ein Ticket kostet normalerweise 1800 Yen, aber am Kino-Tag (immer am ersten Tag des Monats) nur 1000 Yen. Ich bin den zweiten Teil der Narnia-Reihe schauen gegangen. Das Kino liegt in einem Kaufhaus, in dem es viele Geschäfte und Restaurants gibt. Ich habe auch dort Crêpe gegessen. Eigentlich esse ich nur selten Crêpe, aber das ist nicht das erste Mal, dass ich hier im Blog ein Foto vom japanischen Crêpe zeige, nicht wahr? Lustig finde ich die aus Plastik gemachte Attrappen von Crêpes und Soft-Eis im Schaufenster. Manchmal findet man solche Dinge in Restaurants oder Süßwarengeschäften in Japan. (Ich finde es auch komisch, dass Soft-Eis auf Japanisch "Soft Cream" heißt. Warum hat man "Ice" weggelassen?)

Der Crêpe ist mit Soße von grünem Tee, Sahne, Vanillesoße, Vanilleneis, Anko (süße rote Bohnen) und Shiratama (kleiner Mochi-Kugel). Wahrscheinlich geben keine Französe zu,dass ein solches Ding auch Crêpe ist. Sowieso hat es mir sehr gut geschmeckt. Aber das war so schwer, dass ich später kein richtiges Abendessen schaffen konnte.

Yukata für den Sommer

In dieser Regenzeit haben schlimme Überschwemmungen auf Kyushu betroffen.
Im Gegensatz dazu hat Tokio viel weniger Regen. Ich glaube, in Tokio geht die Regenzeit bald zu Ende, ohne dass unsere Regenschirme ganz nass werden.

Auch Hortensiezeit ist langsam vorbei. Ich hatte dieses Jahr keine Gelegenheit, nach Kamakura Hortensie schauen zu fahren. (Ich zeige euch nur ein altes Foto.) Und ein Hortensie-Fest in einem Freizeitpark in der Nähe von mir ist schon vorei. Ah, Wechsel der Jahreszeiten! Von Blumen mag ich Hortensie, Kirschblüte und Pfingstrose am liebsten.

Ich lese oft die Modezeitschrift "Figaro Japon", eine Tochterzeitschrift von der französischen Zeitschrift "Madame Figaro". Ich habe mich darüber sehr gefreut, dass es in der neuesten Aufgabe über zwei CDs von meiner Familie berichtet wird. Die CDs sind von der deutschen klassischen Musik, nämlich Musik von Heirich Schütz. Ich glaube, niemand hat vorher in einer solchen japanischen Modezeitschrift über Schütz geschrieben.
Ich hoffe, junge Japaner hören häufiger klassische Musik und kommen oft ins Konzert meiner Familie.

Ich habe noch eine Modezeitschrift gekauft. Sie ist nicht so schick wie Figaro Japon, sondern eine Teenager-Zeitschrift, die ich normalerweise nie kaufe. Ich habe sie gekauft, weil ich in einem Artikel ein schönes Yukata gesehen habe (rechts im Foto). Ich habe jetzt nur ein Yukata und möchte noch einige haben.

Gestern habe ich Yukata-Abteilung in einem Kaufhaus gesehen. Fast alle Yukata werden um 20 % reduziert, weil der Sommerschlussverkauf schon begonnen hat. Aber mir hat kein Yukata perfekt gefallen. Na gut, ich habe noch keinen bestimmten Plan, bei dem ich Yukata tragen werde.
Komischerweise sind Männer-Yukata und solche Sachen noch nicht reduziert. Trotzdem hat mein Mann ein Samue (zweiteiliger Yukata-Anzug) und zwei Paar japanische Sandale gekauft.

Ich finde es toll, heutzutage tragen junge japanische Mädchen sehr gerne Yukata. Es gibt jetzt viele moderne Muster und Farben.