28. Juni 2008

Omiya-Mairi (Der erste Besuch des Schreins)

Mein zweiter Neffe wird sehr bald ein Monat alt. Es ist Zeit, Omiya-Mairi zu machen.

Traditionellerweise bringen Eltern ihr ein Monat altes Baby zu irgendeinem Schrein mit und beten um seine Gesundheit. Heutzutage halten nur wenige Eltern diese Tradition für wichtig, aber meine Schwester möchte das machen, weil sie das auch für ihren ersten Sohn gemacht hat.(Gleichheit ist wichtig!)

Ihre Familie, ich und meine Mutter haben gemeinsam Suitengu-Schrein besucht. Dort waren viele Leute, vor allem schwangere Frauen und junge Paare mit kleinen Kindern. Man sagt, die Götter dort erfüllen Kindersegen, leichte Geburt und Gesundheit von Kinder. Ich habe mehrere Babys mit Kimono gesehen. Mein Neffe trug nicht Kimono sondern ein weißes Kleid, das meine Mutter selbst gemacht hat. Sein Bruder zog früher bei seinem Omiya-Mairi ein Kimono an, aber diesmal hat meine Schwester auf Kimono verzichtet, weil sie dachte, es ist zu warm. Außerdem ist Kimono (Miet-Kimnono auch) kostbar.

Mein größerer Neffe ahmte das Gebet der Erwachsenen sehr gut nach. Er ist schon drei Jahre und acht Monate alt und kann alle Hiragana lesen.

Danach sind wir zusammen in ein französisches Bistro in Ningyo-cho essen gagangen. Dort arbeitet ein Bekannter meines Schwagers als Koch.

Ich habe Quiche Lorraine bestellt. Das war zart und hat mir sehr gut geschmeckt. Die Kellnerin ist Französe. Sie ist sehr nett und lustig, und hat sich um uns, vor allem um die Kinder sehr gut gekümmert. Sie hat meiner Schwester ein Vorzimmer fürs Stillen und Windelwechsel angeboten. Dank ihrer Bemühungen haben wir sehr gemütlich gegessen und miteinander gequatscht, ohne andere Gäste wegen der Kinder zu stören.

Nach dem Essen gingen wir einkaufen. Der Sommerschlussverkauf hat begonnen.
Davon werde ich später erzählen, weil ich heute schon sehr müde bin...

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