17. Juni 2008

600 Euro Mango...Wahnsinn?

Mein Mann hat eine Mango geschenkt bekommen. Das ist keine normale Mango, sondern Miyazaki Mango. Das heißt, Mango aus Miyazaki-ken (im Südwesten auf Kyushu-Insel). Miyazaki Mango ist seit kurzem in Japan sehr bekannt, weil der jetzige Gouverneur der Miyazaki-Präfektur Higashikokubaru, der früher als TV-Komiker sehr berühmt war, in vielen Medien dafür viel geworben hat.

Ich glaue, Miyazaki Mango ist jetzt die teureste Mango der Welt. Die Preise sind unterschiedlich, aber einmal wurden zwei Stück Miyazaki Mango in einem Markt in Tokio für 200.000 Yen (ca. 1200 Euro) verkauft. 600 Euro pro Stück? Wer kann sich es leisten? Es ist kein Computer oder keine Juwelen, sondern "Obst"!
Na ja, Japaner kaufen sehr gerne etwas, das im Gespräch ist. Ich glaube, sie werden meistens als Geschenk gekauft.

Charakteristisch ist, solche Miyazaki Mango wird bei der Ernte nicht von Ästen geschnitten, sondern man wartet, bis Mango von sich aus ins Netzbeutel fällt. Deswegen sind alle Mangos voll ausgereift und sehr süß.
Ja, sicher. Sie war sehr süß und cremig, und hatte einen dichten Geschmack.


Heute war ich in Schinjuku, um mich mit meiner Mutter zu treffen. Sie wohnt in Gifu-ken, aber kommt manchmal nach Tokio.
Wir sind zusammen Tee trinken und in Shinjuku-Takashimaya einkaufen gegangen. Meine Mutter wollte eine Bisquitrolle (in Japan sagt man "Roll-Cake") von einem Geschäft in Takashimaya kaufen. Sie hat sie schon mehrmals gekauft und sagt sehr lecker. Sie hat eine für sich und die Familie meiner Schwester, auch eine für mich gekauft. In diesem Geschäft, das Gramercy Newyork heißt, gibt es viele lecker aussehende Torten und Bisquitrolle mit Mango. Oh, wieder Mango! Sowohl Mango als auch Bisquitrolle ist seit kurzem in Mode in Japan. Eine goldene Trend-Kombination!

Meine Mutter hat mir auch selbstgemachtes "Hoba-Zushi" mitgebracht. Freu! Das mit Ho-Blätter eingewickelte Sushi ist eine lokale Küche aus Gifu-ken und in Tokio fast nie gegessen. ("Ho" ist eine Sorte Magnolie.) Meine Mutter kocht es jedes Jahr im Mai oder Juni, während man frische weiche Hoba-Blätter ernten kann. Die Zutaten sind von Orten und Familien unterschiedlich, aber meine Mutter macht es fast immer mit Sushi-Reis, Eier, Lachs, Shiitake-Pilz und Schwarzwurzel.

Sehr Lecker! Danke Mama!

In Gifu-ken gibt es viele Leckere Gerichte. Ich vermisse sie manchmal.

Kommentare:

Yana hat gesagt…

Sa-chan du bringst mich hier immer fast dazu mein Sparbuch zu plündern und nach Japan zu kommen, allein wegen dem Essen! ^-^

Anonym hat gesagt…

Du hast ein sehr schöner Blog, immer wenn ich es lesse möchte ich sofort nach Japan zurück. War letztes Jahr wärend der Goldenweek dort und komme nächstes jahr für 5 monate nach Tokyo. gehe in eine sprach schule um mein japanisch zuvertiefen. Viele grüsse aus der Schweiz.

gez. Remo

sayaka hat gesagt…

Hallo Jana-chan,

oh, gefährlich! Aber ich freue mich darüber, dass du viele japanische Gerichte mal kosten möchtest.
Einige europäische Freunde von mir, die in Japan gewesen sind, sagen, sie haben während ihrer Aufenthalt in Japan viel Geld fürs Essen ausgegeben und mehr oder weniger zugenommen. Das ist auch gefährlich, oder?

Ganz liebe Grüße und ich umarme dich zurück!

Deine Sayaka

sayaka hat gesagt…

Hallo Remo,

1000 Dank für deinen netten Kommentar!

Es ist schön, wenn dir deine letzte Reise nach Japan so gut gefallen hat, dass du dich entschieden hast, wieder nach Japan zu kommen.
Fünf Monate sind nicht so kurz. Du wirst sicherlich deine Japanischkentnisse vertiefen!

Liebe Grüße in die Schweiz!
Sayaka