17. Mai 2008

Sumo-Ringen in Kokugikan




Ich bin zum ersten Mal in die Sumo-Arena "Kokugikan" das Sumo-Ringen anscheuen gegangen.
Ehrlich gesagt bin ich kein Sumo-Fan. Aber mindestens finde ich es sowohl einen interessanten Sport als auch eine tolle Tradition Japans.
(Es ist schade, dass der französische Präsident so gesagt hat; "Ich kann nicht verstehen, warum man es gerne anschaut, dass dicke Männer mit Pferdeschwanz einander kämpfen. Sumo ist keinen intelligenten Sport.")



Ich kenne das Sumo nicht so gut, deshalb kann ich nicht viel über das System oder die Regeln vom Sumo schreiben.
Jetzt läuft das Mai-Turnier. Ein Turnier dauert 15 Tage, und heute war der sechste Tag. Der erste Kampf beginnt immer schon am Vormittag, aber die starke und berühmte Sumo-Ringer treten ab gegen 16 Uhr auf. Als ich gegen 14 Uhr dort angekommen bin, gab es nur wenige Zuschauer. Ab gegen halb vier kamen mehr und mehr Leute. Viele Ausländer waren auch da (Ich glaube, fast alle von ihnen sind Amerikaner). Außerdem gibt es jetzt viele ausländische Sumo-Ringer, z.B. aus der Mongolei, Russland, Korea, Bulgarien, Georgien, Estland. Die zwei Sumo-Ringer des höchsten Ranges (der Rang heißt Yokozuna) sind beide nicht Japaner, sondern Mongolen.
Ich respektiere ausländische Sumo-Ringer. Sie müssen außer die japanische Sprache viele alte Bräuche und die traditionelle Ordnung lernen. Ich glaube, die Welt vom Sumo ist ganz konservativ. Es gibt viele "man darf nicht". Aber es ist sicher, dass die engen Regeln die Tradition schutzen.

Alle Kämpfe waren sehr interessant. Ich habe gelernt, das Sumo ist eine sehr heftige und intensive Kampfkunst. Ich hoffe, ich kann wieder hier anschauen kommen!

Kommentare:

Momo-chan hat gesagt…

Hallo Sayaka!

Oh! Das sieht wirklich super interessant aus! Vielen Dank für deinen Bericht! Ich würde auch gerne mal einen Sumokampf ansehen! Ich denke, dass es unheimlich schwer ist sich an all die Regeln zu halten! Aber dennoch ist es eine wunderschöne Tradition. Ich kann den franz. Präsidenten nicht verstehen . . . er ist bestimmt kein gebildeter Mann ^^; Viele liebe Grüße aus München!

Deine Martina

Elisa hat gesagt…

Hey Sayaka!War längere Zeit nicht im Internet und habe mich gefreut, dass du in der Zwischenzeit so viel geschrieben hast :o)
Mein Freund schaut auch sehr gerne Sumo im Fernsehen. Am Anfang habe ich es auch für eine komische SPortart gehalten, aber dann habe ich mir mit meinem Freund zusammen ein paar Kämpfe im TV angeschaut und fand es super interessant!!

Liebe Grüße, ELisa

Franzi hat gesagt…

Ja, ich glaube Sumo ist sehr interessant. Als ich einmal einen Ausschnitt davon in "Die Geisha" (Film) gesehen habe sah das sehr schwierig aus. Mein Vater war früher Ringer, was ja etwas dem Sumo ähnelt, da gibt es auch recht viele Regeln aber es ist nicht so traditionell wie Sumo.
Aber sag mal gibt es beim Sumo etwas für jeden Besucher Tee, oder was stehen da für keine Becher und Kannen neben den Sitzkissen?
Das finde ich ja interessant.
Es sieht viel gemütlicher aus, als bei einem deutschen Kampfsportturnier!

sayaka hat gesagt…

Hallo Martina,

viele Regeln und viele Formsachen! Sumo ist eine heilige Kampfart, deshalb das Verfahren im Ring oder sogar Kleinigkeiten sind streng festgesetzt. Ich habe gesehen, die Schiedsrichter vom unteren Rang waren barfuß, weil sie keine Socken und keine Sandalen tragen dürfen. (bei den höheren Rängen mit Socken, bei den höchsten Rängen mit Socken und Sandalen)
Außerdem gibt es viele rituale Taten vor und nach dem Kampf wie im Foto mit vielen Sumo-Ringern. Die sind aber nicht langweilig, sondern stilvoll.

Liebe Grüße von deiner Sayaka

sayaka hat gesagt…

Hallo Elisa,

ja, ich auch. Vor allem als ich Kind war, fand ich Sumo sehr komisch und nicht cool. Ich dachte auch, Sumo-Ringer sahen gar nicht sportlich aus. Aber wenn man sie aus der Nähe betrachtet, merkt man, sie haben nicht nur Fett, sondern auch kräftige Muskeln.
Das ist toll, dass dein Freund auch Sumo mag!

Liebe Grüße,
Sayaka

sayaka hat gesagt…

Hi Franzi,

oh, das ist eine schwierige Frage! Ich hoffe, ich kann gut erklären kann. Wenn man die "guten" Sitzplätze (normalerweise für 4 oder 2 Personen) auf dem Boden nehmen möchte, kauft man das Ticket normalerweise nicht am Ticket Shop, sondern bei einem "Annaijo (Sumo-Teehaus)". Es gibt zwanzig Teehäuser, und sie allein handeln die gute Tickets. Die Teehäuser kümmern sich um die Kunden, z.B Tee und etwas zum Essen anbieten, eine Papiertüte voll Souvenir besorgen. Ich weiß nicht genau, aber wahrscheinlich sind die Preise bei den Teehäusern verdoppelt. Trotzdem halten viele Japaner das Teehäuser-System auch für eine feine Tradition. Mein Ticket war aber von der normaken Ticket-Kasse (keinen Tee bekommen).

Das finde ich auch interessant, dass dein Vater Ringer war! "Die Geisha" habe ich im Roman gelesen. Das war eine wirklich interessante Geschichte!

Deine Sayaka