29. Mai 2008

Bambuskohle ist lecker!

Heute habe ich mich mit meiner Freundin Melli in Ikebukuro getroffen, um gegenseitig die Sprachen zu lernen. Dank meiner ehemaligen fähigen Deutschlehrer in Leipzig habe ich schon die deutsche Grammatik gut gelernt und relativ gut verstanden. Trotzdem habe ich noch sehr viele Fragen, die ich nicht selbst nur mit Hilfe eines Wörterbuchs lösen kann. Das Lerntreffen mit Melli hilft mir sehr.

Melli ist so nett, dass sie alle meine komplizierten Fragen gut beantwortet hat. Außerdem hat sie mir Yatsuhashi (dreieckige Süßigkeit aus Mochi und Anko) geschenkt! Yatsuhashi ist normalerweise gelb und schmeckt nach Zimt. Aber das schwarze ist mit schwarzem Sesam und Bambuskohle gemacht. Ich liebe das schwarze am besten!

Ich habe es meine Susanna kosten lassen. Sie war verrückt nach dem schwarzen Yatsuhashi! Normalerweise interessiert sie sich gar nicht für das Essen für Menschen, aber das hat ihr ungemein gut gefallen. Warum? Wegen der Bambuskohle?
(Sie sieht heute hässlicher aus, weil gerade jetzt ihre neue Federn wachsen.)

Seit einigen Jahren sehe ich manchmal Süßigkeiten aus Bambuskohle. Zum Beispiel Kuchen, Käsetorte, Roll-Cake und Eis mit Bambuskohle. Ja, Baumkuchen auch. Man sagt, Bambuskohle ist gut für die Gesundheit. Das Geschmack ist nicht so stark, aber ich fühle etwas sandiges auf der Zunge. Ein lustiges Gefühl!

Auf dem Heimweg habe ich Sonderanmeldung für "Taspo" gesehen. "Taspo" (die Bezeichnung kommt von "tobacco passport") ist eine neue IC Karte, die beim Zigarettenkaufen Erwachsene identifiziert. Ohne diese Karte kann man zukünftig von keinem Zigarettenautomat einkaufen (ab Juli 2008 in Tokio). Viele Leute waren bei der Anmeldung. Man wird fotografiert, zeigt seinen Führerschein oder Krankenschein bzw. Reisepass, trägt die Unterlagen ein, und bekommt später per Post eine Taspo-Karte. Ich bin nicht Raucherin, deswegen brauche ich die Karte nicht. Ich glaube, es ist unangenehm für ausländische Touristen, die rauchen, nicht wahr? Sie müssen wahrscheinlich in einen Tabakladen gehen und seinen Pass zeigen. Ob es für ausländische Touristen andere Möglichkeiten gibt, das weiß ich nicht...

25. Mai 2008

Izakaya-Kneipe nach dem Konzert

Gestern Abend habe ich wieder in einem Konzert Geige gespielt. Das war ein kleines Amateur-Orchester, und wir haben mit zwei Chören eine Kantate von J.S. Bach und andere deutsche Stücke gespielt. Das hat mir wohl Spaß gemacht! Mir hat's aufgefallen, ein Stück von Hugo Distler war wahnsinnig schön. Dieses Jahr ist der hundertjährige Geburtstag dieses Komponisten (er ist mit 34 Selbstmord begangen). Schade, wenn er noch länger gelebt hätte, hätte er mehr ausgezeichnete Musik geschrieben.

Nach dem Konzert waren wir Amateur- und Profimusiker in einer Izakaya (Kneipe) wie immer. Alle Gerichte dort schmecken jedes Mal sehr gut. Gestern wurde ein "neu erfundenes" Gericht angeboten. Das war Reispizza mit Salad. Statt Teigs aus Mehl, wurde dünn- und rundförmiges Reisbrett mit Käse gebacken, und darauf frischer Salad mit Parmesan Käse. Der Reisteig war sehr knusprig und der Salad hat sehr gut zum geschmolzenen Käse gepasst.

Kara-age war auch lecker. Das ist keine besondere Speise, aber das in dieser Kneipe schmeckt perfekt. Wenn ich Karaage mache, benutze ich keinen oder nur wenig Knoblauch, aber wahrscheinlich dort benutzen die Köche viel mehr Knoblauch. Ich werde nächstes Mal auch so machen.

Ich habe mehrmals in Deutschland Karaage gemacht und das hat meinen deutschen Freunden gut geschmeckt. Mehrere Freundinnen haben mich nach dem Rezept gefragt. Vielleicht würde sich jemand von euch dafür interessieren;
Hühnerschenkel ohne Knochen in Würfel schneiden, das Fleisch in Sojasoße mit Ingwer, Knoblauch, und Sake einlegen (über eine Stunde marinieren), danach Stärkemehl bemehlen und frittieren.
Ganz einfach! Ich empfehle, "Kikkoman Sojasoße" oder andere "japanische" Sojasoße zu benutzen. Mit koreanischer oder chinesischer, thailändischer Sojasoße würde es ganz anders schmecken.

Zurück in die Kneipe. Wir haben uns stundenlang unterhalten. Das größte Thema war diesmal nicht Musik, sondern Sumo. Gestern ist ein bulgarischer Sumo-Ringer zum ersten Mal Sieger dieses Turniers geworden. Er ist der erste Sieger aus Europa! Die meisten von unserer Gruppe sind Sumo-Fans, und sie waren von seinem Sieg begeistert. Ich werde mir jetzt die DVD seines Kampfs von gestern anschauen.

Ich war auch von einem anderen Thema schockiert. Es gab zwei Personen, deren Väter in Hiroshima Atombombenopfer geworden sind. Beide Väter haben es irgendwie überlebt, aber nicht nur sie, sondern auch ihre Nachkommen sind von Krankheiten wegen der Atombombe bedroht. Die heutigen Menschen (auch ich) haben es fast vergessen, aber für die Nachkommen der Atombombenopfer ist die Bedrohung der Atombombe noch nicht vorbei.
Als Kind hatte ich mehrere Bilderbücher über Atombombe. Die Bilder waren von den furchtbareren Szenen, und kleine Sayaka hatte davor Angst und Neugier. Ich glaube, solche Bilderbücher sind wichtig, um der Nachwelt das Elend des Krieges zu überliefern.

23. Mai 2008

japanisches Vögelchen!

Als ich nach Hause zurückgekommen bin, habe ich eine Post im Briefkasten gefunden.
Das war von meiner Bekannten. Sie ist Spezialistin vom Reisfinken (jap. Buncho /eng. japanese rice bird oder Java sparrow), und schreibt in einer monatlichen Tierzeitschrift einen Fortsetzungsartikel über Reisfinken. Sie ist jetzt auch als Veranstalterin vom "Tag des Reisfinken (am 24.10.)" verantwortlich, und sie hat mir eine Broschüre für den letzten "Tag des Reisfinken" geschickt. Die Broschüre ist voll Liebe! Man sieht viele Illustrationen und Bilder von Reisfinken von ihr und von den anderen Reisfinken-Fans. Ach, wie niedlich! ich werde unbedingt die nächste Veranstaltung am Tag des Reisfinken besuchen!

Meine Geschichte mit Reisfinken began, als ich 12 Jahre alt war. Jetzt lebt ein achtjähriger Reisfink namens Susanna bei mir. Susanna ist schon alt, aber ich hoffe, sie lebt über zehn Jahre.

Auch Susanna ist auf die Broschüre neugierig!

Übrigens habe ich im Kommentar vom vorletzten Eintrag ein bisschen über die Straßenbahn geschrieben. Ich zeige hier ein Foto von der einzigen Straßenbahn in Tokio "Toden Arakawa-sen". Es gab früher mehrere Straßenbahnlinien, aber schade, fast alle wurden schon aufgegeben. Man fährt viel viel häufiger mit dem Bahn oder U-Bahn.

Jetzt ist eine neue U-Bahnlinie "Fukutoshin Line" im Bau. Schon im Juni wird diese dreizehnte U-Bahnlinie geöffnet. Der Verkehr wird sicherlich noch praktischer. Ich kann manchmal damit ohne Umsteigen bis nach Shibuya fahren. Ich habe gehört, die Züge von der neuen U-Bahn fahren auf und ab (max. 4% Gefälle), weil es im Untergrund vom Tokio-Zentrum wegen vielen U-Bahnlinien, Abwasserkanäle und anderen unterirdischen Einrichtungen nur ganz wenige Plätze üblig gibt, und deswegen der U-Bahn-Tunnel im engen Zwischenraum gebohrt wurde. Beim engsten Punkt ist der Abstand des neuen U-Bahn-Tunnel vom alten U-Bahn-Tunnel nur 11cm! Man hat genauso wie den Bauplan gebohrt (sonst hätte man den Tunnel kaputt gemacht).
Ich bin neugierig, ob die Fahrgäste trotz des steilen Gefälles bequem fahren können. Sicherlich weniger spannend als Achterbahn.

21. Mai 2008

Vorzeichen eines Erdbebens?

Wir haben heute in eine große Tasche zwei Flasche Wasser, Erste-Hilfe-Kasten, Taschenlampe, Kunststoffplane, Kräcker usw. hineingestopft. Das ist unsere Zufluchttasche bei einem zukünftigen Notfall. (aber noch nicht komplett...)

Auf mehreren Websiten haben wir die Warnung gelesen, dass die atmosphärische Ion-Konzentration in der Nähe von Tokio extrem dichter als normal geworden ist. Einige Laute sagen, die Ungewöhnlichkeit der Ion-Konzentration ist manchmal ein Vorzeichen eines großen Erdbebens. Und sie sagen auch, es passiert bald, spätestens in einem Monat!

Aber nicht alle Erdbebenforscher halten die Ion-Konzentration für wichtig. Ich bin auch ziemlich skeptisch. Aber sicher ist sicher.

Heute zum Abendessen habe ich ein brasilianisches Gericht "Feijoada" aus schwarzen Bohnen und Schweinefüßen gekocht. (Das Foto ist aber vom letzten Mal von meiner Schwiegermutter. Ich habe heute kein Foto gemacht.) Japaner essen normalerweise keinen Schweinefuß, aber der passt sehr gut zu schwarzen Bohnen. Da die Familie meines Mannes früher in Brasilien gewohnt hat, isst sie das Gericht sehr gerne. Ich mag's auch, obwohl ich Schweinefuß nicht gern esse.

Heutzutage wohnen in Japan etwa 250 Tausend Brasilianer japanischer Abstammung (in Brasilien 1,5 Millionen). Die Beziehung zwischen Japan und Brasilien ist eng. Trotzdem wissen nur ganz ganz wenige Japaner diese leckere brasilianische Traditionsspeise. Schade! Vielleicht essen meiste Japaner lieber leichteres Essen?

20. Mai 2008

Shopping in Ginza

Meine Eltern leben auf dem Land. Ich besuche sie nur selten, aber sie kommen manchmal nach Tokio, weil nicht nur ich, sondern auch meine Schwester und ihr Kind in Tokio wohnen.

Meine Mutter ist diesmal allein nach Tokio gekommen und bleibt eine Woche bei meiner Schwester. Gestern haben wir drei (ich, meine Mutter, meine Schwester) uns in Ginza getroffen.

Ginza ist sicherlich ein Luxusstadtviertel. Das teureste Grundstück ist in Ginza (39 Millionen Yen pro Quadratmeter), und es gibt viele luxuriöse Markenladen aus der Welt wie Hermes, Chanel, Gucci, Cartier, Salvatore Ferragamo, Prada, Tiffany usw. Außerdem liegen in diesem kleinen Viertel mehrere Kaufhäuser. Und vor kurzem wurde ein neues Einkaufszentrum "Itocia" neben Yurakucho-Station eröffnet. Wir sind nach dem Lunch in einem italienischen Restaurant (es gibt unglaublich viele italienische Restaurants in Ginza!) ganz kurz durch Itocia gelaufen. Das Foto ist die Eingangshalle von Itocia. Es gibt in Itocia ein Kaufhaus Marui (0101) und viele andere Geschäfte und Restaurants. Wir hatten keine Zeit alles zu schauen, weil wir ein anderes französiches Kaufhaus "Printemps Ginza" besuchen wollten. Ich und meine Schwester mag Printemps Ginza, weil die Sachen dort sehr hübsch und nicht extrem teuer sind. Wir waren sehr glücklich! Ich habe ein hübsches kariertes Kleid und meine Schwester hat eine karierte Hose und ein gestreiftes Kleid gekauft.

Neben dem Station haben wir ein Velo-Taxi gesehen. Das stammt aus Deutschland, oder? Ich habe es schon mehrmals in Deutschland gesehen, aber in Japan zum ersten Mal. Sehr hübsch! Aber die Arbeit als Velo-Taxifahrer muss sehr hart sein!

17. Mai 2008

Sumo-Ringen in Kokugikan




Ich bin zum ersten Mal in die Sumo-Arena "Kokugikan" das Sumo-Ringen anscheuen gegangen.
Ehrlich gesagt bin ich kein Sumo-Fan. Aber mindestens finde ich es sowohl einen interessanten Sport als auch eine tolle Tradition Japans.
(Es ist schade, dass der französische Präsident so gesagt hat; "Ich kann nicht verstehen, warum man es gerne anschaut, dass dicke Männer mit Pferdeschwanz einander kämpfen. Sumo ist keinen intelligenten Sport.")



Ich kenne das Sumo nicht so gut, deshalb kann ich nicht viel über das System oder die Regeln vom Sumo schreiben.
Jetzt läuft das Mai-Turnier. Ein Turnier dauert 15 Tage, und heute war der sechste Tag. Der erste Kampf beginnt immer schon am Vormittag, aber die starke und berühmte Sumo-Ringer treten ab gegen 16 Uhr auf. Als ich gegen 14 Uhr dort angekommen bin, gab es nur wenige Zuschauer. Ab gegen halb vier kamen mehr und mehr Leute. Viele Ausländer waren auch da (Ich glaube, fast alle von ihnen sind Amerikaner). Außerdem gibt es jetzt viele ausländische Sumo-Ringer, z.B. aus der Mongolei, Russland, Korea, Bulgarien, Georgien, Estland. Die zwei Sumo-Ringer des höchsten Ranges (der Rang heißt Yokozuna) sind beide nicht Japaner, sondern Mongolen.
Ich respektiere ausländische Sumo-Ringer. Sie müssen außer die japanische Sprache viele alte Bräuche und die traditionelle Ordnung lernen. Ich glaube, die Welt vom Sumo ist ganz konservativ. Es gibt viele "man darf nicht". Aber es ist sicher, dass die engen Regeln die Tradition schutzen.

Alle Kämpfe waren sehr interessant. Ich habe gelernt, das Sumo ist eine sehr heftige und intensive Kampfkunst. Ich hoffe, ich kann wieder hier anschauen kommen!

15. Mai 2008

Fukagawa-Ennichi /Waseda-Universität



Heute war das schöne Wetter!
Ich war mit meiner Freundin Melli auf dem Ennichi-Markt in Fukagawa. Das Gebiet umfasst mehrere Tempel und Schreine unterschiedlicher Götter. Auf den Straßen zum Fukagawa-Fudoson-Tempel gab es viele Marktsbuden von z.B. Okonomiyaki, Süßigkeiten, Blumen, Taschen usw. Der Markt findet nicht jeden Tag statt, sondern nur dreimal im Monat immer am ersten, am 15. und am 28.

Im Tempel kam ein fremder Mann zu uns und sagte, "Nimmt euch auf euren Kopf den Rauch aus dem Räuchergefäß vom Löwenhund. Dann, ihr werdet kluger!" (Versteht ihr was er meint /ich meine?) Vielleicht können wir einige Monate oder einige Jahre später wissen, ob das wirklich gewirkt hat.

Danach waren wir im Tomioka-Hachimangu-Schrein. Wir haben dort viele interessante Dinge gefunden. Es gab eine Statue von einer historischen Person Tadataka Inou. Er war Landmesser und machte vor ca. 200 Jahren die fast genaue Landkarte von Japan. Um die Landkarte zu verfassen, ist er selber an den Küstenlinien im ganz Japan entlang gelaufen. Es hat 17 Jahre gedauert! Was für eine große Arbeit!

Es gab auch einen Mikoshi im Schrein. Er ist der größte tragbare Schrein in Japan (4,5 Tonnen). Wie prächtig! Die Augen von den Vögeln und Löwenhunden sind Diamanten!

Das ist eine von den Gedenksteinen der ehemaligen Sumo-Ringern. Man kann sehen, wie groß seine Hände, Füße und sie selbst waren. Unglaublich groooß!!! Das war gute Vorkenntnisse, weil ich wahrscheinlich morgen zum ersten Mal Sumo schauen gehe.

Wir begaben uns danach an die Waseda-Universität, wo ich früher studiert habe, weil wir dort etwas zu tun hatten. Ich habe mich darüber sehr gefreut, meine Uni wieder zu besuchen, weil ich lange nicht mehr da war. Die Uni hat einen schönen Garten. Wir haben dort auf dem Rasen das angenehme Wetter genossen, bis der Garten geschlossen worden ist.

Roppongi Mid-Town

Ich hatte ein Lunch-Meeting mit meinem Kollegen in Roppongi. Das war ein sehr interessantes Gespräch. Wir werden bald mit den neuen Projekten anfangen. Ich wünsche uns viel Erfolg!

Nach dem Meeting bin ich zum "Roppongi Mid-Town" gegangen. Es gibt dort Geschäfte, Restaurants, Büros und Museen. Im Gebäude herrscht eine halb-japanische Atmosphäre. Ich glaube, Bambus, Steine, Wasser und Licht passen gut zur eleganten Architektur. Wer sich für die Kunst interessiert, kann nicht nur in die Museen, sondern auch im Gebäude und im Garten noch mehrere Skulpturen und andere Kunstwerke schauen.

Diese zwei Fotos sind von den Süßwarengeschäften. Der Laden mit den schwarzen Vorhängen heißt "Toraya". Er bietet japanische Süßigkeiten an. Und der Windbeutelladen mit einem Gemälde vom Tiger heißt "Ashiya-Takatora". Zufällig haben beide Läden "Tora" (auf Deutsch "Tiger") in jeden Geschäftsnamen.

Das ist von einem japanischen Souvenir-Shop. Sehr bunt! Ich mag kleine japanische Deko zu schauen, aber sie passen wahrscheinlich gar nicht zu meiner Wohnung.

14. Mai 2008

Stäbchen-Feuerwerk

Ich habe mich mit meiner Schwester in Toyosu-Lala-Port getroffen. Sie hat einen genz großen Bauch, weil sie in einem Monat ein zweites Kind bekommen wird.

Das Einkaufszentrum Toyosu-Lala-Port liegt am Küstengebiet, ein bisschen östlich von Ginza. Das ist aber kein Modekaufhaus für stylische Mädchen wie Shibuya 109, sondern eher für normale Familien und Jugendliche. Man findet dort preiswerte und "normale" Kleidung oder Sachen für Kinder, Mädchen, junge Frauen und Männer.

Es gibt ein Geschäft, wo ich gerne Klamotten kaufe. Das Design ist stilvoll, außerdem gefällt mir die Innenausstattung des Ladens mit einem eleganten Lüster. Hhmm, meine Schwester hat einen anderen Geschmack. Sie wollte sich lieber einfachere Fashion anschauen.


Nach dem Bummeln brauchten wir etwas süßes. Wir stimmten miteinander überein. Crêpe! Im Obergeschoss haben wir leckere Crêpes (mit Azuki-Bohnen, Maronen, und Sahne für mich, mit Bananen, Mangosoße und Sahne für meine Schwester) und die Landschaft an der Küste genossen.

Ich stelle hier einen Laden der japanischen Produkte vor. Der Kreis an der Wand auf dem Foto, der wie ein Feuerwerk aussieht, besteht aus vielen Essstäbchen! Witzige Idee!


Seit kurzem bringen immer mehr Leute ins Restaurant ihre eigene Stäbchen mit, damit sie keine Wegwerfstäbchen aus Holz (meistens "Made in China") benutzen. Das ist sehr gut für den Umweltschutz. Außerdem sagt man, die meisten Wegwerfstäbchen sind nicht gesund, weil sie beim Herstellungsprozess im Wasser mit Bleichmittel eingelegt worden sind. Ach, schrecklich ungesund!

12. Mai 2008

Shibuya 109 (ichi-maru-kyu)



Es hat geregnet, trotzdem bummelten viele Leute in Shibuya.
Ich gehe nicht so oft nach Shibuya, aber ich finde, wenn man modische Klamotten kaufen möchtet, ist es in Shibuya sehr günstig.

Diesmal ging ich zuerst ins Kaufhaus Parco und danach Shibuya 109. Shibuya 109 ist eine "Modemekka" für Mädchen. Es gibt etwa 100 Läden der japanischen Spitzenmode, und die Preise sind meistens günstig wie bei ZARA.

Ich habe in einem Laden nemans Lojita ein hübsches blauen Kleid gefunden und natürlich es probiert. Aber das war ein bisschen zu groß für mich, und es gab nur eine Größe...schade...

Obwohl ich vor ein paar Jahren als Redakteurin einen Artikel über Shibuya 109 gamecht habe, ist es schon für mich ein fremder Ort geworden. Mehrere Läden haben schon gewechselt, andere Läden bleiben noch, aber viele von ihnen sehen ganz anders als früher aus. Vielleicht nächstes Mal auch werde ich dort etwas neues entdecken.

In Tokyu-Hands habe ich etwas lustiges gefunden wie immer! Tokyu-Hands ist eine große Gemischtwarenladenkette, die handelt nicht nur nützliche Waren sondern auch komische Dinge. Ich habe mehrere ausländische Touristen gesehen, die Souvenir suchten.
Die hübsche Handschuhe auf dem Foto sind Gummihandschuhe für Küchen- Hausarbeit! Ich zögere aber, mit solchen hübschen Handschule Badezimmer oder Toilette zu putzen!

8. Mai 2008

Erdbeben

Heute gegen 1Uhr in der Mitternacht bin ich wegen des Erdbebens aufgewacht. Und eine halbe Stunde danach hat's noch stärker gewackelt. Eigentlich war das Erdbeben nicht ganz stark in Tokio, aber in einigen Städten fühlte man ein starkes Beben der Stärke "5 lower". (die Magnitude war 7,0)

Da mein Mann noch nicht im Bett war und die Glotze angeschaltet blieb, hat er "die Frühwarnmeldung" ferngesehen. In der Regel, kurz bevor ein starkes Erdbeben vorkommt, kann man durch Fernsehen, Radio, ortliche Ansage, Handy oder andere Medien die Frühwarnmeldung erhalten. Beim Fernsehen wird die Ansage nach der Alarmtöne zweimal wiederholt; "Das ist die Frühwarnmeldung. Achten Sie auf ein starkes Beben." Das Frühwarnsystem klappt aber nicht so einfach. Diesmal auch hat es schon vor der Meldung gewackelt. Zu spät! Solche "Nachwarnmeldung" nutzt gar nicht.

In der Tat ist es schwierig, vor dem Beben eine Warnung auszugeben. Das Frühwarnsystem ist keine Vorhersage, sondern das funktioniert nachdem die erste P-Welle (kleines Anfangsbeben) in der Nähe vom Epizentrum beobachtet wird. Die Daten der P-Welle wird im Nu mit dem Computer analysiert, und es wird damit gerechnet, wo und wie stark die S-Welle (großes Hauptbeben) betrifft. Es ist eine Sekundenarbeit, aber in der Zwischenzeit breitet sich die S-Welle sehr schnell aus. Es ist wie ein Wettlauf zwischen Erdbeben und das Frühwarnsystem.

Ich war bis gegen 4 Uhr wach, weil ich an den vergangenen starken Erdbeben dachte. Das Hanshin-Awaji-Megaerdbeben am 17. Januar 1995 hat über 4.500 Tote und 270.000 Obdachlose verursacht. Ich war damals über die Fernsehbilder aus der betroffenen gebiet schockiert. Das war wie ein Krieg. Die moderne japanische Städte wurden zerstört und verbrannt. Ich konnte nicht glauben, dass solche Katastrophe heutzutage in Japan geschehen ist.

Es ist fast sicher, dass ich, meine Familie, Freunde und Bekannte irgendwann ein sehr starkes Erdbeben erfahren werden. Nach Erdbebenforscher kommt ein Megabeben der Magnitude 7 oder so wahrscheinlich bis 2036 in der Nähe von Tokio vor. Die Wahrscheilichkeit liegt bei 70%, und man schätzt maximal 13.000 Tote! Wir müssen schon jetzt nachdenken, was wir dabei machen sollen, wohin wir uns flüchten können, wie wir uns erreichen können, und was wir tragen sollen.

7. Mai 2008

Wir lieben Baumkuchen!

Auf dem Blog einer deutschen Freundin habe ich gelesen, Japaner essen viel häufiger als Deutsche Baumkuchen. Ich stimme zu. In Supermärkten, Convenience Stores, Kiosk, Konditoreien, Kaufhäusern usw. gibt es überall und ganzes Jahr hindurch Baumkuchen (nicht nur zu Weihnachten).
Es gibt auch mehr Auswahl von Geschmack. Z.B. Kaffee, schwarzer Tee, grüner Tee, roter Wein, Caramel, Tiramisu, Zimt, Kürbis, Banane, Kirschblüte... Das auf dem Foto ist mit Erdbeere-Schokoladenguß.

Das ist das Baumkuchen-Fachgeschäft "nenrin-ya", vor dem die Kunden Schlange stehen;
http://www.nenrinya.jp/lineup/mount_hole.html

Es gibt mehrere Japaner, die einen Blog über Baumkuchen schreiben. Beispiel;
http://baumkuchen-zanmai.seesaa.net/

Ich bin neugierig, warum so viele Japaner Baumkuchen lieben und seit wann er in Japan gegessen wird, deshalb habe ich die Geschichte des Baumkuchens in Japan untersucht;

Der deutsche Konditor Karl Juchheim führte mit seiner Frau eine Konditorei in China, aber sie wurden während des ersten Weltkriegs von der japanischen Armee nach Japan deportiert. Karl hat 1919 für eine Verkaufsausstellung der deutschen Produkte den ersten Baumkuchen in Japan gebacken. Danach hat er in Kobe eine Süßwarenfirma "Juchheim" gegründet. Heute ist der Firma sehr groß geworden. Es gibt hunderte Tochtergeschäfte von Juchheim und unzahlbare Baumkuchen werden verkauft.

Ich habe im Kommentar von der vorletzten Post geschrieben, dass es sog. "Russisch-Brot" in Japan gibt. Wie ich geschrieben habe, ist das hier kein Gebäck, sondern süßes Milchbrot. Ich habe auch untersucht, warum es "Russisch-Brot" heißt. Die Antwort ist simple;
Das Brot in Russland hat normalerweide elliptische Form, deswegen hat eine japanische Bäckerei das Brot elliptischer Form "Russisch-Brot" genannt, egal ob das Geschmack ganz anders als echtes russisches Brot war.

Das schwarze "Russisch-Brot" auf dem Foto hat Rohzucker-Geschmack.

Ich habe mich auch daran erinnert, in Japan gibt es "Spaghetti Neapolitan". Ich glaube, es ist für Neapolitaner unerträglich, weil "Spaghetti Neapolitan" hier in Japan Spaghetti mit Ketchup ist.

5. Mai 2008

Panda-Diplomatie

Am kommenden 6.5. kommt der chinesische Staatspräsident Hu Jintao (auf Jap. Ko Kinto) nach Japan, und am 7.5. findet die Gipfelkonferenz mit dem japanischen Ministerpräsident Fukuda statt. Diskutiert würde über schwierige Themen; z.B. über das Besitzrecht des Gasfelds imOstchinesischen Meer, über die Sicherheitsprobleme der chinesischen Produkte usw.

Aber jetzt taucht plötzlich ein neues Thema auf; nämlich, Panda.

Vor einer Woche starb ein Panda im Ueno-Zoo(Tokio). Er wurde 1972 im Jahr der Wiedereröffnung der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Japan als "Symbol der Freundschaft" von China geschenkt, und das war der einzige Panda, den Japan besitzte. Andere acht Pandas in Japan sind nur von China "ausgeliehen" (jährlich ca. einhundert Millionen Yen pro Panda bezahlt). Deswegen war der Tod des Pandas von vielen Medien groß berichtet, und viele Japaner trauern jetzt noch.

Die Medien berichten auch, der japanische Ministerpräsident Fukuda zielt darauf, dass China bei der Gipfelkonferenz damit einverstanden wird, noch ein Paar Pandas Japan auszuleihen. Da die jetzige Unterstützungsrate fürs Fukuda-Kabinett auf unter 20% zurückgegengen ist, hofft er, dass eine erfolgreiche Panda-Diplomatie das japanische Volk positiv beeindruckt.

Tatsächlich finden es viele Japaner schade, dass der Ueno-Zoo einen lieben Schatz verloren hat. Neue Pandas würden sicherlich willkommen. Aber es ist gefragt, ob man Panda als politisches Mittel behandeln sollte.

4. Mai 2008

Bass-Blockflöte

Eine Freundin von mir ist zu uns gekommen. Sie hat eine Bass-Blockflöte mitgebracht, die sie sich vor kurzem von einem Musiker ausgeliehen hat. Das ist ein großes (natürlich europäisches) Musikinstrument von tiefen Tönen wie Fagott, wie ihr vom Aussehen schätzen könnt. (Das größere auf dem Foto ist ihre Bass-Blockflöte, und das kleinere ist eine Tenor-Blockflöte meines Mannes. Schon sehr groß ist die Tenor-Blockflöte auch!) Ich habe probiert, ob ich mindestens die Töne machen kann. Ja, das geht leicht. Trotzdem wenn ich sie richtig "spielen" will, erfordert das viel Übung.
(In Japan lernt man normalerweise in der Grundschule Soprano-Blockflöte, und in der Junior High School Alto-Blockflöte.)

Die Freundin hat übrigens auch "Bota-Mochi" mitgebracht. Das ist mit süßem Bohnenmus oder mit Sojabohnenmehl bedeckter Reiskloß, den ihre Mutter selbst gemacht hat. Natürlich sehr gut geschmeckt.

Wir sind danach Ramen essen gegangen. Der Laden bietet Ramen-Suppe aus Schweineknochen an. Könnt ihr ein Schwein auf dem Algenpapier sehen? Es ist eine komische Idee, auf ein Algenpapier eine Illustration oder einen Text drucken zu lassen. In einem anderen Ramen-Laden habe ich ein Algenpapier mit Wörtern "Thank you" auf viele Sprachen z.B. auf Japanisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch gesehen. Ja, auch auf Deutsch, nur leider stand da "Danke schon"...